Elite-Student (28) in den Dolomiten erfroren aufgefunden
Elite-Student (28) in den Dolomiten erfroren aufgefunden

Villnöß (Italien) – Ein 28-jähriger chinesischer Austauschstudent ist bei einer Wanderung in den Dolomiten ums Leben gekommen. Skifahrer entdeckten seine Leiche im schmelzenden Schnee auf etwa 2600 Metern Höhe über dem Villnößtal in Südtirol. Der junge Mann war seit dem 20. Januar vermisst worden.

Nach Angaben des italienischen Bergrettungsdienstes CNSAS starb das Opfer wahrscheinlich bereits vor mehreren Wochen an Unterkühlung infolge von Erschöpfung. Die Leiche befand sich in Fötusstellung mit angezogenen Armen und Beinen – ein sicheres Zeichen dafür, dass sich der Student kurz vor seinem Tod vor der eisigen Kälte schützen wollte, so die Bergretter.

Bei dem Toten handelt es sich um Huang P., der im Rahmen eines Austauschprogramms der renommierten Sichuan-Universität nach Italien gereist war. Am Morgen seines Verschwindens war er noch beim Frühstück in seiner Unterkunft in St. Ulrich gesehen worden, bekleidet mit warmer Bergsteigerkleidung. Er kehrte nie zurück.

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Wochenlang hatten Rettungstrupps vergeblich nach dem 28-Jährigen gesucht. Am Montag entdeckte eine Gruppe von Österreichern und Deutschen schließlich seine bunte Kleidung im Schnee. Die Behörden gehen davon aus, dass Huang P. bei schwierigen Witterungsverhältnissen in Not geriet und starb. Eine Lawine könnte den leblosen Körper verschüttet haben, was die erfolglosen Suchaktionen erklärt.

Eine bei dem Vermissten gefundene Kamera soll nun helfen, die letzten Stunden zu rekonstruieren. Laut seiner Schwester, die extra für die Suche nach Europa geflogen war, hatte der 28-Jährige die Bergtour lange geplant und war seit seiner Kindheit steile Wanderungen gewohnt.

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