Neue Studie zu Mobbing und Gewalt an Berliner Schulen vorgestellt
Neue Studie zu Mobbing und Gewalt an Berliner Schulen vorgestellt

Berlin hat als erstes Bundesland eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung zu Gewalt, Mobbing, Bedrohungen und Diskriminierungen an Schulen vorgelegt. Das sogenannte Berliner Konflikt- und Gewaltbarometer wurde am Montag von Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) vorgestellt. Die Studie soll zeigen, wie weit verbreitet solche Vorfälle in der Hauptstadt sind.

Hintergrund sind wiederholte Fälle von Mobbing und Gewalt, die bundesweit für Schlagzeilen sorgten. Bereits vor zwei Jahrzehnten galt die Rütli-Schule in Neukölln als Paradebeispiel gescheiterter Bildungspolitik. Lehrkräfte berichteten damals von einem Klima der Angst und schrieben einen Brandbrief an den Senat. Die Schule wurde später mit benachbarten Schulen zusammengelegt und entwickelte sich zu einem Vorzeigeprojekt.

Erst im vergangenen Jahr geriet die Carl-Bolle-Grundschule in Moabit in den Fokus. Ein pädagogischer Mitarbeiter, Oziel Inácio-Stech, beklagte monatelanges Mobbing wegen seiner Homosexualität durch Schüler aus muslimischen Familien. Er fühlte sich von Schulleitung und Bildungsverwaltung nicht unterstützt und sprach von einem „kompletten Systemversagen“.

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Im November 2024 veröffentlichte das Kollegium der Friedrich-Bergius-Schule in Friedenau einen weiteren Brandbrief. Sie berichteten von aggressiven, gewaltbereiten Schülern, die zum Teil kaum Deutsch sprächen und nie zuvor eine Schule besucht hätten. Die Lehrkräfte kritisierten, dass problematische Schüler weder sitzenbleiben noch von der Schule verwiesen werden könnten.

Die Studie soll nun eine verlässliche Datenbasis liefern, um das Ausmaß der Probleme zu erfassen und geeignete Maßnahmen zu entwickeln. Die Bildungsverwaltung kündigte Unterstützung für betroffene Schulen an.

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