Der Historiker und ehrenamtliche Bodendenkmalpfleger Gerhard Christ aus Aschersleben wird für sein jahrzehntelanges Engagement mit dem Denkmalpreis ausgezeichnet. Seit den 1970er Jahren ist Christ unermüdlich im Einsatz, um die Geschichte seiner Heimatstadt zu bewahren und zu erforschen.
In seiner Tätigkeit hat Christ unzählige Baustellen betreut und in viele Baugruben geblickt, stets auf der Suche nach Zeugnissen aus der Vergangenheit. Zu seinen bedeutendsten Projekten zählen die Ausgrabungen auf dem Ascherslebener Markt rund um das ehemalige Franziskanerkloster, die Grabungen an der Margarethenkirche sowie die archäologischen Baubegleitungen in der Hohen Straße, am Hopfenmarkt und in der Straße Badstuben.
Neben der praktischen Arbeit widmete sich Christ auch der wissenschaftlichen Dokumentation seiner Funde. Im Eigenverlag gab er die Broschürenreihe „Streiflichter“ zur Ascherslebener Stadtgeschichte heraus. Nach einer längeren Pause sind nun die Bände 7 bis 9 erschienen, die unter anderem Themen wie die Geschichte des Franziskanerklosters, die Salpetersiederei und Plombenfunde behandeln.
Die ersten sechs Bände sind vergriffen, können aber auf Wunsch nachgeliefert werden. Die neuen Hefte erscheinen in einer Auflage von 100 Stück und werden unter anderem vom Landesamt für Denkmalpflege und Archäologie Sachsen-Anhalt sowie dem Ascherslebener Stadtarchiv bezogen.
Christ arbeitet bereits an einem zehnten „Streiflicht“, das sich mit Inschriften, Wappen, Symbolen und Sonnenuhren an historischen Gebäuden beschäftigt. Die Auszeichnung mit dem Denkmalpreis würdigt seinen unermüdlichen Einsatz für die Denkmalpflege in Aschersleben.



