In Sachsen-Anhalt variiert die Hundesteuer stark zwischen den Gemeinden. Laut einer Analyse von MDR Data zahlen Hundehalter zwischen 12 und 104 Euro pro Jahr für den ersten Hund. Die höchste Steuer erhebt Halberstadt mit 104 Euro, die günstigste Gemeinde ist Brücken-Hackpfüffel mit nur 12 Euro. Im Durchschnitt liegen die Kosten bei 45 Euro.
Die Steuerhöhe hängt oft von der Einwohnerzahl ab: Größere Städte wie Magdeburg (96 Euro), Halle (100 Euro) und Naumburg (100 Euro) verlangen höhere Sätze. Grund für Erhöhungen ist häufig die Haushaltskonsolidierung, wie in Halberstadt.
Bei mehreren Hunden steigt die Steuer in den meisten Kommunen: Ein zweiter Hund kostet durchschnittlich 64 Euro, ein dritter 84 Euro. In 56 Gemeinden gibt es keine Staffelung. Besonders teuer wird es bei als gefährlich eingestuften Hunden: Bis zu 1.000 Euro können fällig werden, etwa in Farnstädt. Dort begründet Bürgermeister Frank Mylich die hohe Steuer mit Abschreckung, betont aber, dass aktuell kein gefährlicher Hund gemeldet sei.
Die Hundesteuer ist nicht zweckgebunden und fließt in den Gemeindehaushalt. Im Jahr 2022 nahmen die Kommunen insgesamt rund 12 Millionen Euro ein. Magdeburg und Halle erzielten mit je 1,2 Millionen Euro die höchsten Einnahmen. In den letzten fünf Jahren wurde die Steuer in mindestens 46 der 218 Gemeinden erhöht.
In Magdeburg zeigt sich ein Anstieg der gemeldeten Hunde auf etwa 13.000, während schätzungsweise über 2.000 Hunde nicht angemeldet sind. Kontrollen des Ordnungsamtes führten nach öffentlicher Ankündigung zur Nachmeldung von 91 Hunden. Nichtangemeldete Hunde können mit Bußgeldern belegt werden.



