Die finanzielle Unterstützung für Theaterbesuche von Schulklassen in Mecklenburg-Vorpommern wird 2026 gekürzt. Das Programm „Theater in Sicht“ erhält dann nur noch 10.000 Euro, nach 12.500 Euro im Vorjahr. Das teilte das Bildungsministerium mit.
Mit dem Geld werden Schulen bei den Eintritts- und Reisekosten unterstützt, insbesondere im ländlichen Raum. „So sollen alle Schüler die gleichen Chancen haben, Theater und Kultur zu erleben, ganz gleich, wo sie wohnen“, sagte Bildungsministerin Simone Oldenburg. Im vergangenen Jahr nutzten 1.250 Schüler aus 19 Schulen das Angebot, vor allem Grundschulen und Regionale Schulen.
Erstmals 2025 beteiligt waren das Ernst-Barlach-Theater in Güstrow und die Deutsche Tanzkompanie Neustrelitz. Zuvor waren bereits das Theater Vorpommern, das Volkstheater Rostock, das Mecklenburgische Staatstheater, die Vorpommersche Landesbühne sowie die Theater- und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz dabei.
Die Intendantin des Ernst-Barlach-Theaters, Johanna Sandberg, begrüßt die Förderung grundsätzlich: „Natürlich nützt uns das, das ist gelebte kulturelle Bildung und auf jeden Fall sinnvoll.“ Allerdings sei die Summe zu gering: „Die Buskosten sind sehr gestiegen. Aus meiner Sicht ist das aber zu wenig Geld, wir würden uns wünschen, dass die Landesregierung die Summe in diesem Topf erhöht.“
Das Güstrower Theater wirbt in diesem Jahr mit Stücken wie „Macbeth“ auf Englisch, dem Jugendstück „GeminEye“ und dem „Karneval der Tiere“. Über das Programm sind auch Theater- und Tanzworkshops sowie Kurse möglich, da seit September eine Theaterpädagogin am Haus arbeitet.



