Alleine in den vergangenen zehn Jahren bin ich fünfmal umgezogen. Von Greifswald ging es nach dem Studium erst einmal in die Heimat nach Berlin, dann nach Leipzig und Dresden, schließlich wieder zurück nach Greifswald. Und endlich bin ich im größten Hafen an der deutschen Ostseeküste angekommen: Rostock. Langsam bin ich ein Wanderzirkus.
Doch obwohl ich beim Umzug von Greifswald nach Rostock ein Umzugsunternehmen dabei hatte, mich als erfahren rund um den Umzug halte, war es der schlimmste. Das lag nicht an den tragenden Helfern, sondern an der Natur: Eis und Schnee. So macht ein Umzug noch weniger Spaß.
Ich bin ausgerutscht, als ich in den Laster stieg, um zu sehen, ob dieser leer ist. Ich musste für die Fahrt mein Auto erst einmal 15 Minuten von einem Eispanzer befreien, weil ausgerechnet am Umzugstag der Eisregen über MV zog. Die Helfer mussten warten. Und die Fahrt auf der Autobahn war auch noch eine eigene Rutschpartie.
Trotz der Widrigkeiten kam alles heil im neuen Zuhause an – auch ich. Doch nicht nur Kisten und Möbel waren nach der Plackerei in der Wohnung. Jetzt habe ich auch noch überall kleine Steine. Denn bei diesem Wetter wird vielerorts mit Split und Kies gestreut.
Es ging zwar alles mehr oder weniger gut, aber eins weiß ich ganz genau: Einen Umzug im Winter versuche ich, komme, was wolle, zu vermeiden. Das kann ich auch nur jedem raten.



