Die Verbraucherpreise in Thüringen sind im März 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 8 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, lag die Teuerungsrate damit über dem Bundesdurchschnitt von 7,3 Prozent. Es handele sich um eine der höchsten Raten seit Anfang der 1990er Jahre.
Haupttreiber der Preissteigerung waren die Energiekosten. Heizöl verteuerte sich innerhalb eines Jahres um 96,6 Prozent, Fernwärme um 54,9 Prozent. Gas kostete 49,4 Prozent mehr, Strom 15,5 Prozent. Auch Kraftstoffe waren mit einem Plus von 44,1 Prozent deutlich teurer als im März 2021.
Neben Energie waren Lebensmittel ein wesentlicher Preistreiber. Die Preise für Nahrungsmittel lagen insgesamt 7,1 Prozent über dem Vorjahresniveau. Besonders stark stiegen die Preise für Speisefette und -öle (plus 21,3 Prozent) sowie für Kaffee, Tee und Kakao (plus 10,6 Prozent). Brot und Getreideerzeugnisse verteuerten sich um 7,6 Prozent.
Kleidung und Schuhe kosteten 1,8 Prozent mehr als vor einem Jahr. Auch Freizeitangebote sowie Gastronomie- und Beherbergungsleistungen zogen um 5 Prozent an. Im Vergleich zum Februar 2022 stiegen die Preise in Thüringen um 2,1 Prozent. Die Jahresteuerungsrate im Februar hatte noch bei 6,2 Prozent gelegen.



