Der tote Wal vor der dänischen Insel Anholt ist nach Behördenangaben der zuvor in der Ostsee gestrandete Buckelwal. An dem Tier wurde ein Peilsender gefunden, der eindeutig identifiziert werden konnte.
Experten der dänischen Umweltbehörde und eine deutsche Tierärztin untersuchten den Wal erneut und stellten den Tod fest. Zunächst war am Freitag kein Sender gefunden worden, doch eine erneute Begutachtung brachte Klarheit: Der Sender an der Rückenflosse war aufgrund der Lage des Kadavers zunächst nicht sichtbar.
Der Buckelwal war zunächst vor Niendorf in der Lübecker Bucht gestrandet, konnte befreit werden, strandete aber erneut vor der Insel Poel. Eine private Initiative transportierte das geschwächte Tier Anfang Mai mit einem Lastkahn in die Nordsee, wo es freigelassen wurde.
Der Sender hatte zunächst Signale gesendet, dann aber tagelang nicht. Die Initiative bestätigte, dass die Seriennummer des GPS-Senders mit dem am toten Wal gefundenen übereinstimmt.
Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus bedauerte den Tod und verteidigte den Rettungsversuch. Experten hatten den Transport des mutmaßlich schwer kranken Tiers kritisiert. Nun wird mit Dänemark über die Beseitigung des Kadavers beraten.



