Trauermarsch nach CSD-Attacke in Berlin: Maneo ruft zur Solidarität auf
Trauermarsch nach Berliner CSD-Attacke: Maneo ruft auf

Nach dem tödlichen Angriff am Rande des Berliner Christopher Street Days (CSD) hat das schwule Anti-Gewalt-Projekt Maneo zu einem Trauermarsch aufgerufen. Die Veranstaltung soll am heutigen Abend um 17.30 Uhr an der St. Marienkirche beginnen und in einem stillen Gedenkzug zum Brandenburger Tor führen.

Aufruf zur Solidarität

Die Organisatoren veröffentlichten den Aufruf auf Instagram und betonten, dass der Anschlag nicht nur einer einzelnen Person, sondern einer „offenen, vielfältigen Gesellschaft“ gegolten habe. „Wir trauern um die getötete Frau“, hieß es in dem Beitrag. Das Projekt Maneo, das sich seit Jahren gegen Gewalt an Lesben, Schwulen und queeren Menschen einsetzt, rief die gesamte Zivilgesellschaft zur Teilnahme auf.

Der Marsch soll schweigend erfolgen – als Ausdruck der Trauer und des Respekts für das Opfer. „Ein Weg der Trauer, des Gedenkens und der Solidarität“, beschrieben die Veranstalter die geplante Route. Zugleich baten sie die Teilnehmer, Blumen und Kerzen mitzubringen, um der Getöteten zu gedenken.

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Schweigender Gedenkmarsch

Die Strecke führt von der Marienkirche in Berlin-Mitte direkt zum Brandenburger Tor, einem der symbolträchtigsten Orte der Stadt. Die Organisatoren stellten klar: „Im Mittelpunkt stehen die Opfer.“ Die Teilnahme stehe allen offen, die ihre Anteilnahme und Unterstützung für eine tolerante Gesellschaft zeigen wollten.

Der Angriff hatte am Rande der CSD-Feierlichkeiten stattgefunden und für großes Entsetzen in der Hauptstadt gesorgt. Der CSD, der jedes Jahr für die Rechte von LGBTQ+-Menschen demonstriert, war durch die Tat überschattet worden. Maneo betonte, dass Gewalt gegen queere Menschen immer noch erschreckend häufig vorkomme und die Gesellschaft wachsam bleiben müsse.

Hintergrund zu Maneo

Maneo ist ein Berliner Projekt, das 1990 gegründet wurde und sich gegen Gewalt an schwulen und lesbischen Menschen richtet. Es bietet Beratung, Unterstützung und dokumentiert Übergriffe. Der Trauermarsch am Abend soll ein Zeichen setzen, dass Hass und Gewalt keinen Platz in der Stadt haben.

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