Tamara Korpatsch hat sich ihren großen Traum erfüllt und die Hamburg Ladies Open gewonnen. Im Endspiel des WTA-250-Turniers in ihrer Heimatstadt setzte sich die 31-Jährige eindrucksvoll mit 6:3, 6:3 gegen Anna Bondar aus Ungarn durch und trat damit in die Fußstapfen von Steffi Graf. Die Tennis-Legende hatte 1992 für den letzten deutschen Triumph am Rothenbaum gesorgt.
Erster deutscher Sieg seit 32 Jahren
Für Korpatsch ist es der zweite Titel auf der WTA-Tour. 2017 hatte sie bereits ein Turnier in Biel gewonnen. Der Sieg in Hamburg ist aber der bisher größte Erfolg ihrer Karriere. „Es ist unglaublich, hier in meiner Heimatstadt zu gewinnen. Die Unterstützung der Fans war fantastisch“, sagte Korpatsch nach dem Match. Sie kassierte 32.520 Euro Preisgeld und machte einen großen Sprung in der Weltrangliste. Mit der neuen Bestmarke von Platz 49 wird sie erstmals unter den Top 50 geführt.
Dominante Vorstellung im Finale
Die Hamburgerin begann die Partie hoch konzentriert und erspielte sich auf dem gut besuchten Centre Court schnell eine 3:0-Führung. Zwar verkürzte Bondar nach einem Break auf 3:4, doch der Deutschen gelang postwendend das Re-Break und kurz danach der Satzgewinn. Im zweiten Durchgang nahm Korpatsch ihrer Rivalin das Aufschlagspiel zum 3:2 und nutzte dann im neunten Spiel ihren ersten Matchball zum umjubelten Sieg. Die Partie dauerte insgesamt 1 Stunde und 23 Minuten.
Showmatch der Tennislegenden
Zuvor waren auf dem Centre Court Turnierbotschafterin Andrea Petkovic und die frühere Weltranglisten-Erste und fünfmalige Grand-Slam-Siegerin Martina Hingis in einem Showmatch aufeinandergetroffen. Die beiden ehemaligen Weltklasse-Spielerinnen hatten sichtlich Spaß an dem Duell, das Hingis am Ende in drei verkürzten Sätzen für sich entschied. Das Publikum feierte die beiden Stars mit Standing Ovations.
Erfolg für den Rollstuhltennis
Bei den zum ersten Mal im Rahmen der Veranstaltung ausgetragenen Hamburg Wheelchair Open bezwang die Niederländerin Lizzy de Greef in einem rein niederländischen Finale ihre Landsfrau Aniek van Koot mit 6:2 und 6:2. De Greef zeigte eine starke Leistung und ließ van Koot keine Chance. Die Integration des Rollstuhltennis wurde von den Veranstaltern als großer Erfolg gewertet.
Mit dem Turniersieg in Hamburg hat Tamara Korpatsch nicht nur einen historischen Erfolg für den deutschen Tennissport erzielt, sondern auch ihre eigene Karriere auf ein neues Level gehoben. Sie wird nun bei den anstehenden Turnieren in Nordamerika ihre Top-50-Platzierung verteidigen und sich weiter verbessern wollen.



