Angesichts der anhaltenden Gluthitze am Donnerstag bleibt die Waldbrandgefahr in den Berliner Wäldern hoch. Die Senatsverwaltung für Umwelt und Klimaschutz hat am Dienstag erneut an das ganzjährige Rauch- und Grillverbot in den Wäldern erinnert. Die Trockenheit der vergangenen Tage führe zu einer weiterhin erhöhten Gefahr, hieß es in einer Pressemitteilung.
Umweltsenatorin appelliert an Vernunft der Besucher
„Unsere Wälder sind nicht nur wichtige Erholungs- und Lebensräume für Mensch und Natur, sondern auch besonders sensible und schützenswerte Ökosysteme”, teilte Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) mit. „Erholungssuchende können mit wertschätzendem und verantwortungsbewusstem Verhalten dazu beitragen, sie zu erhalten.” Die Berliner Forsten weisen darauf hin, dass Waldbrände fast immer durch menschliches Handeln ausgelöst werden.
Waldbrandgefahr auf Stufe 3 von 5
Der Deutsche Wetterdienst stuft die Waldbrandgefahr für Berlin am Donnerstag an allen Messstationen als „mittel” ein – das entspricht Stufe 3 von 5. Besonders betroffen sind Gebiete mit viel trockenem Unterholz und Nadelbäumen. Die Behörden bitten Waldbesucher daher um erhöhte Vorsicht.
Verhaltensregeln für einen sicheren Waldbesuch
Die Berliner Forsten haben eine Reihe von Verhaltensregeln zusammengestellt: Grillen und Rauchen sind in den Wäldern ganzjährig verboten. Wer Rauchentwicklung oder Brände bemerkt, sollte sofort den Notruf 112 wählen. Fahrzeuge dürfen nur auf ausgewiesenen Parkplätzen abgestellt werden – Rettungswege und Waldeinfahrten müssen stets freigehalten werden. Besucher werden gebeten, auf den Wegen zu bleiben, Hunde an der Leine zu führen und keinen Müll zu hinterlassen.
Abkühlung im Wald
Trotz der Hitze bietet der Wald eine willkommene Abkühlung: Nach Angaben der Berliner Forsten ist es im Wald in der Regel drei bis fünf Grad kühler als in der Stadt. Das dichte Blätterdach reduziert die Verdunstung und sorgt für ein angenehmes Mikroklima. Waldspielplätze und Waldseen sind an heißen Tagen daher beliebte Ausflugsziele – allerdings sollten Besucher auch dort die geltenden Regeln beachten, um die Natur zu schützen.



