Ein ungewöhnlicher Anblick bot sich den Bewohnern eines Wohnviertels an der Zingster Straße im Berliner Nordosten: Zehn Wasserbüffel irrten am frühen Morgen durch die Straßen. Ein Polizist entdeckte die entlaufenen Tiere auf seinem Weg zur Arbeit und handelte sofort. „Die Tiere waren nervös, aber friedlich“, berichtete ein Sprecher der Polizei. Zeitgleich gingen mehrere Notrufe von Anwohnern ein, die die Herde gesichtet hatten.
Polizeiaktion im Morgengrauen
Der Beamte holte Verstärkung. Insgesamt elf Polizisten und mehrere Streifenwagen waren im Einsatz, um die Wasserbüffel einzufangen und zurückzubringen. Die Tiere wurden den Angaben zufolge von den Einsatzkräften geleitet, wobei die Polizei die Straßen zeitweise absperrte, um die Sicherheit von Mensch und Tier zu gewährleisten. Die Aktion verlief ohne Zwischenfälle: Weder Tiere noch Menschen wurden verletzt.
Rückkehr in den Wustrower Park
Die Polizei begleitete die Wasserbüffel zurück zu ihrer Herde im Wustrower Park. Vor Ort stellte sich heraus, dass der Zaun des Geheges beschädigt war. Die Herde zählt nach Polizeiangaben mehrere Dutzend Tiere. Die Beamten ermitteln nun wegen Sachbeschädigung und prüfen, wie es zu dem Schaden am Zaun kommen konnte.
Hintergrund: Wasserbüffel in der Stadt
Wasserbüffel werden in Berlin unter anderem zur Landschaftspflege eingesetzt. Sie beweiden Flächen in Parks und Naturschutzgebieten und tragen so zur Artenvielfalt bei. Der Wustrower Park ist ein bekanntes Naherholungsgebiet, in dem die Tiere normalerweise sicher hinter einem Zaun leben.
Die Polizei dankte den Anwohnern für ihre umsichtigen Notrufe und betonte, dass die Tiere jederzeit unter Kontrolle gewesen seien. Der Vorfall zeigt, wie schnell selbst friedliche Tiere in der Großstadt für Aufsehen sorgen können.



