Stromaffäre: Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner tritt als Spitzenkandidat zurück
Wegner gibt Spitzenkandidatur auf – bleibt aber im Amt

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hat seine Spitzenkandidatur für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September zurückgezogen. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend, darunter die Nachrichtenagentur dpa und der „Tagesspiegel“. Bis zur Wahl bleibt Wegner jedoch im Amt.

Krisensitzung der Berliner CDU

Am Mittag hatte eine Krisensitzung der Berliner CDU stattgefunden, in der es um Wegners Zukunft als Spitzenkandidat ging. Hintergrund der Debatten war das Krisenmanagement Wegners am Tag des folgenreichen Anschlags auf die Berliner Stromversorgung am 3. Januar. Wegner war damals in die Kritik geraten, weil er verschwiegen hatte, am ersten Tag der Krise mittags Tennis gespielt zu haben.

Nach einem Eilantrag des „Tagesspiegels“ musste Wegners Senatskanzlei schließlich zugeben, am 3. Januar vor 12:45 Uhr keine dienstlichen Telefonate zum Blackout geführt zu haben. Gegenüber dem Sender Welt TV hatte er noch behauptet: „Ich habe in der Tat um 8.08 Uhr begonnen, die Telefonate zu führen. Ich habe mit den Krisenstäben telefoniert, mit Stromnetz.“

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Reaktionen aus der CDU-Basis

Ein CDU-Basismitglied namens Miele rief öffentlich zum Boykott Wegners auf und erklärte: „Einem notorischen Lügner werde ich aus Prinzip meine Stimme verweigern.“ Die Affäre um die verschwiegenen Tennisstunden während des Strom-Blackouts hat Wegners Glaubwürdigkeit schwer beschädigt und letztlich zu seinem Rückzug als Spitzenkandidat geführt.

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