Lehramtsstudierende als Vertretungslehrer: Studie zeigt mangelnde Vorbereitung
Lehramtsstudierende als Vertretungslehrer: Studie zeigt Defizite

Wegen des anhaltenden Lehrermangels werden seit mehreren Jahren auch in Brandenburg Lehramtsstudierende im Rahmen des sogenannten Vertretungsbudgets als Vertretungslehrkräfte eingesetzt. Eine aktuelle bundesweite Studie, die im Auftrag des „Stifterverbands für die Deutsche Wissenschaft“ erstellt wurde, kommt jedoch zu dem Schluss, dass die Studierenden oft nur unzureichend auf ihren Einsatz an den Schulen vorbereitet sind.

Studie offenbart erhebliche Defizite

Die Untersuchung zeigt, dass viele Lehramtsstudierende bereits in den ersten beiden Studienjahren vor Schulklassen stehen – manchmal sogar als Klassenleiter. Dabei mangelt es häufig an einer angemessenen Begleitung durch erfahrene Lehrkräfte oder Hochschuldozenten. Die Studierenden fühlen sich oft überfordert und wünschen sich mehr Unterstützung.

Brandenburg besonders betroffen

In Brandenburg ist der Einsatz von Studierenden als Vertretungslehrer besonders verbreitet. Das Land versucht so, den akuten Lehrermangel zu mildern. Kritiker bemängeln jedoch, dass die Qualität des Unterrichts leidet und die Studierenden selbst unter der Doppelbelastung von Studium und Unterrichtstätigkeit leiden.

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Forderungen nach besserer Vorbereitung

Der Stifterverband fordert daher eine bessere Vorbereitung der Studierenden auf ihre Rolle als Vertretungslehrkräfte. Dazu gehören gezielte Schulungen, eine enge Betreuung durch Mentoren und eine Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung, um das Studium nicht zu gefährden. Auch die Hochschulen sind gefordert, ihre Lehramtsstudiengänge praxisnäher zu gestalten.

Reaktionen aus der Politik

Die Bildungsministerien der Länder zeigen sich alarmiert. Mehrere Bundesländer haben bereits angekündigt, die Begleitung der Studierenden zu verbessern. Brandenburg prüft derzeit, zusätzliche Unterstützungsangebote für die angehenden Lehrkräfte einzurichten. Langfristig soll der Lehrermangel durch mehr Studienplätze und attraktivere Arbeitsbedingungen bekämpft werden.

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