Bildungsbericht 2026: Deutsche Schüler werden immer schlechter
Der neue „Bildungsbericht 2026“ bestätigt einen besorgniserregenden Trend: Die Leistungen deutscher Schüler verschlechtern sich kontinuierlich. Lehrerverbands-Präsident Stephan Düll äußert sich dazu mit einer klaren Forderung.
Düll: „Wir brauchen Profis, keine Aushilfen“
Stephan Düll, Präsident des Lehrerverbandes, warnt eindringlich vor dem Einsatz von Aushilfskräften im Schuldienst. „Wir brauchen Profis als Lehrer, keine Aushilfen“, betont er in einem Interview mit BILD. Die aktuellen Ergebnisse des Bildungsberichts 2026 untermauern seiner Ansicht nach die Dringlichkeit einer Reform des Schulsystems.
Der Bericht zeigt, dass deutsche Schüler in Kernfächern wie Mathematik, Deutsch und Naturwissenschaften im nationalen und internationalen Vergleich zurückfallen. Düll fordert daher eine gezielte Förderung von Lehrkräften und eine Aufwertung des Lehrerberufs, um die Qualität der Bildung nachhaltig zu sichern.
Hintergrund: Bildungsbericht 2026
Der Bildungsbericht wird regelmäßig von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung herausgegeben. Er analysiert die Entwicklung des Bildungssystems in Deutschland und liefert Daten zu Schülerleistungen, Bildungsbeteiligung und Personalausstattung. Die aktuelle Ausgabe zeigt einen negativen Trend, der bereits in den Vorjahren erkennbar war.
Experten sehen die Ursachen unter anderem im Lehrermangel, der zu einem vermehrten Einsatz von Quereinsteigern und Aushilfskräften führt. Düll betont, dass dies keine nachhaltige Lösung sei. „Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf bestmögliche Bildung – und dafür brauchen wir bestens ausgebildete Pädagogen“, so der Verbandspräsident.



