Arizona State University: Bachelor-Studium für Influencer startet
Studium zum Influencer: ASU bietet Content-Creation-Bachelor

Die Arizona State University (ASU) in Phoenix hat einen neuen Bachelor-Studiengang im Angebot: Content Creation. Ziel ist es, Studierende zu professionellen Influencern auszubilden, die auf Plattformen wie TikTok, Instagram und YouTube Reichweite aufbauen und daraus ein Geschäft machen. Der Markt für Influencer-Marketing wird auf rund 421 Milliarden Euro geschätzt – ein lukratives Feld, das immer mehr junge Menschen anzieht.

Der Studiengang erstreckt sich über acht Semester und kostet bis zu 70.000 US-Dollar (etwa 61.000 Euro) pro Jahr. Anders als der klassische Journalismusstudiengang an der renommierten Walter Cronkite School gibt es keine Aufnahmekriterien. Stattdessen sollen die Studierenden in Kursen wie „Kamerapräsenz“ und „Podcastgestaltung“ lernen, wie sie Follower gewinnen und Kooperationen mit Marken eingehen. Die Universität wirbt mit den Worten: „Der Bachelor in Content Creation bereitet dich darauf vor, ein Influencer in der rasant wachsenden Creator-Szene zu werden.“

Kritik am Influencer-Studiengang

Der neue Studiengang sorgt im Internet für hitzige Diskussionen. Unter den Ankündigungen der ASU häufen sich spöttische Kommentare wie „Die ASU muss aufgehalten werden“ oder „Hochschulen werden zum Witz“. Kritiker bezweifeln, ob ein akademischer Abschluss für eine Karriere als Influencer notwendig ist. Die Universität verteidigt ihr Angebot jedoch vehement. Jessica Pucci, stellvertretende Dekanin der Walter Cronkite School, erklärte gegenüber AZFamily: „Ich kenne keinen Influencer, der nicht von dem Studiengang profitiert hätte.“ Offizielle Bewerberzahlen nennt die ASU nicht, doch in sozialen Netzwerken berichten immer mehr Nutzer, dass sie sich für den Studiengang beworben haben.

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Streamer-Universität von Kai Cenat

Bereits zuvor hat der US-Streaming-Star Kai Cenat (24) die „Streamer University“ ins Leben gerufen. In mehrtägigen Workshops lernen Nachwuchs-Streamer, wie sie auf Twitch erfolgreich werden. Einen offiziellen Abschluss gibt es dort nicht – im Gegensatz zum Bachelor an der ASU. Ob der Hörsaal tatsächlich die Stars von morgen hervorbringt, bleibt abzuwarten. Fest steht: Das Interesse an einer akademischen Ausbildung für die Creator-Wirtschaft ist groß.

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