Am Freitag und Samstag finden in Berlin zahlreiche Demonstrationen und Gedenkveranstaltungen zum Ende des Zweiten Weltkriegs und zur Befreiung von der Nazi-Herrschaft statt. Im Fokus stehen die sowjetischen Ehrenmale im Treptower Park und nahe dem Brandenburger Tor, wo russische und deutsche Gruppen Kränze niederlegen und demonstrieren.
Für Freitagmittag ist eine Gedenkveranstaltung mit 500 Teilnehmern in der Puschkinallee am Treptower Park geplant. Zudem gibt es bundesweite Schülerdemonstrationen gegen die Wehrpflicht, darunter ein Zug mit 2.000 Teilnehmern vom Brandenburger Tor zum Lützowplatz. Autofahrer müssen mit Straßensperrungen rechnen.
Am Samstagvormittag zieht eine Demonstration mit 1.000 Menschen vom Brandenburger Tor zum sowjetischen Ehrenmal im Tiergarten, um gefallene sowjetische Soldaten zu ehren. Die Polizei begleitet alle Veranstaltungen. Verboten sind unter anderem russische Flaggen, militärische Symbole und Unterstützungszeichen für Russlands Krieg gegen die Ukraine, mit Ausnahmen für Veteranen und Diplomaten.
Ob der prorussische Motorradclub „Nachtwölfe“ erneut teilnimmt, war noch unklar. In den vergangenen Jahren legten sie Kränze nieder. Der 80. Jahrestag des Kriegsendes im Vorjahr wurde groß begangen, und der russische Krieg gegen die Ukraine verleiht dem Gedenken besondere Brisanz.
Die Kapitulation der deutschen Wehrmacht wurde in der Nacht vom 8. zum 9. Mai 1945 in Berlin-Karlshorst unterzeichnet. Russland feiert den Sieg über Deutschland am 9. Mai.



