Barbarossa-Grundschule: Polizei stellt Ermittlungen ein
Die Polizei hat die Ermittlungen zu dem Vorfall an der Barbarossa-Grundschule in Schöneberg eingestellt, bei dem ein Fünftklässler am Donnerstag aus dem zweiten Stock gesprungen war. Wie die zuständige Staatsanwaltschaft am Freitag mitteilte, ergaben die Untersuchungen keine Hinweise auf ein Fremdverschulden. Der Junge befindet sich weiterhin im Krankenhaus, sein Zustand sei stabil.
Schulpsychologisches Krisenteam im Einsatz
Bereits unmittelbar nach dem Vorfall war ein schulpsychologisches Krisenteam an der Schule im Einsatz. Die Schulleitung habe alle Klassen informiert und Gespräche mit betroffenen Schülern und Lehrern geführt. „Wir sind tief betroffen und tun alles, um die Schulgemeinschaft zu unterstützen“, sagte die Schulleiterin. Die Schule bleibe vorerst geöffnet, der Unterricht werde aber angepasst.
Präventionsmaßnahmen an Schulen
Der Vorfall wirft Fragen nach der psychischen Gesundheit von Schülern auf. Die Senatsverwaltung für Bildung betonte, dass es an Berliner Schulen umfangreiche Präventionsprogramme gebe. „Wir werden den Fall nutzen, um unsere Angebote zu überprüfen und gegebenenfalls auszubauen“, sagte ein Sprecher. Experten raten zu mehr Schulpsychologen und niedrigschwelligen Hilfsangeboten.
Der Bezirk Tempelhof-Schöneberg kündigte an, eine Arbeitsgruppe einzurichten, die sich mit der Situation an der Barbarossa-Grundschule befassen soll. Auch der Schulelternausschuss hat eine Sondersitzung einberufen. Die Polizei hat die Ermittlungen offiziell abgeschlossen, sofern keine neuen Erkenntnisse auftauchen.



