Brandenburg verzeichnet erstmals seit Jahren Bevölkerungsrückgang
Brandenburg: Bevölkerungszahl sinkt erstmals seit Jahren

Zum ersten Mal seit vielen Jahren ist die Bevölkerungszahl in Brandenburg zum Ende des vergangenen Jahres gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, ging die Einwohnerzahl in dem Bundesland um knapp 0,19 Prozent zurück. Am Stichtag, dem 31. Dezember 2025, lebten in Brandenburg exakt 2.551.889 Menschen – das waren 4.858 Personen weniger als noch ein Jahr zuvor.

Bevölkerungsentwicklung in Brandenburg seit 2016

Zum Vergleich: Am 31. Dezember 2016 lebten noch 2.494.648 Menschen in Brandenburg. Fünf Jahre später, im Jahr 2021, waren es bereits 2.537.868 Einwohner. Seit 2016 waren die Zahlen kontinuierlich angestiegen. Der leichte Rückgang im Jahr 2025 markiert nun eine Trendwende.

Nur Stadtstaaten mit Wachstum

Nach Angaben der Statistiker stieg die Bevölkerungszahl im vergangenen Jahr lediglich in den Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen. In den Flächenländern hingegen ging sie zurück oder blieb annähernd stabil. Besonders deutlich fiel der Rückgang in den östlichen Bundesländern aus: Hier sank die Einwohnerzahl um durchschnittlich 0,5 Prozent, während die westdeutschen Flächenländer nur ein Minus von 0,1 Prozent verzeichneten.

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Bundesweite Entwicklung: 110.000 Menschen weniger

Ein Blick auf die gesamtdeutschen Zahlen zeigt: Ende 2025 lebten in Deutschland rund 110.000 Menschen weniger als ein Jahr zuvor. Die Bevölkerungszahl sank auf 83,5 Millionen – ein Minus von 0,1 Prozent. Seit 2011 war die Bevölkerung mit Ausnahme des Corona-Jahres 2020 kontinuierlich gewachsen. „Im Jahr 2025 sank die Bevölkerungszahl nun erstmals seit 2020 wieder“, berichteten die Statistiker.

Ursachen: Geburtendefizit und sinkende Zuwanderung

Der Hauptgrund für den Rückgang ist, dass die Nettozuwanderung das Geburtendefizit nicht mehr ausgleichen kann. Im Jahr 2025 gab es in Deutschland 352.000 mehr Sterbefälle als Geburten. Gleichzeitig ging der Wanderungssaldo – die Differenz zwischen Zu- und Fortzügen – von plus 430.000 auf nur noch 235.000 deutlich zurück. Dies führte zu einem gesamten Bevölkerungsverlust von etwa 110.000 Menschen.

Die Entwicklung zeigt, dass die demografische Herausforderung in Deutschland weiter zunimmt. Während die Stadtstaaten weiterhin Zuwächse verzeichnen, müssen die Flächenländer – insbesondere im Osten – mit schrumpfenden Einwohnerzahlen umgehen.

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