Am 20. September 2026 gehen die Berliner erneut zur Wahl. Neben der Wahl zum Abgeordnetenhaus finden an diesem Tag auch die Wahlen zu den Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) statt. Die BVV ist das gewählte Vertretungsorgan eines Berliner Bezirks und entspricht dem Gemeinderat in anderen Städten. Berlin ist in zwölf Bezirke unterteilt, von denen jeder seine eigene BVV wählt.
Aufgaben der BVV: Lokale Entscheidungen
Die BVV wählt die Mitglieder des Bezirksamts, darunter den Bezirksbürgermeister. Sie trifft Entscheidungen zu lokalen Themen wie Schulen, Freizeiteinrichtungen oder Nahverkehrsfragen. Somit hat die BVV direkten Einfluss auf das tägliche Leben der Bürger im Bezirk.
Wahlberechtigte und Kandidaten
Wahlberechtigt ist, wer seit mindestens drei Monaten in Berlin lebt, deutscher Staatsbürger oder Bürger eines anderen EU-Mitgliedstaats ist und das 16. Lebensjahr vollendet hat. Als Kandidat für die BVV kann antreten, wer wahlberechtigt und mindestens 18 Jahre alt ist. Alle großen Parteien treten mit Kandidatenlisten an, aber auch kleinere Parteien können sich beteiligen.
Warum findet die BVV-Wahl 2026 schon wieder statt?
Eigentlich finden BVV-Wahlen alle fünf Jahre statt. Die letzte reguläre Wahl war 2021, doch wegen schwerwiegender organisatorischer Fehler wurde sie 2023 wiederholt. Der fünfjährige Wahlrhythmus begann jedoch nicht von neuem, sodass die nächste Wahl bereits 2026 ansteht.
Wahlbenachrichtigung und Briefwahl
Alle Wahlberechtigten erhalten vor dem 20. September eine Wahlbenachrichtigung per Post mit allen wichtigen Informationen. Die Briefwahl ist ebenfalls möglich. Die BVV-Wahl ist die Berliner Variante der Kommunalwahl und gibt den Bürgern die Möglichkeit, über lokale Angelegenheiten mitzuentscheiden.



