CSD-Parade in Berlin: Hunderttausende erwartet – „Haltung ist hot“
CSD-Parade Berlin: Hunderttausende erwartet – „Haltung ist hot“

Die Berliner CSD-Parade am 25. Juli wird nach Angaben der Veranstalter erneut zu den größten in ganz Europa zählen. Mit 83 Wagen, 55 Fußgruppen und über hunderttausend erwarteten Teilnehmern soll die Demonstration für Gleichberechtigung und gegen Anfeindungen ein starkes politisches Zeichen setzen. Das diesjährige Motto lautet „Haltung ist hot“.

Politischer Appell vor der Abgeordnetenhauswahl

Der Berliner CSD verbinde „queere Sichtbarkeit mit einem klaren Bekenntnis zu Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlichem Zusammenhalt“, so die Veranstalter. Wenige Wochen vor der Berliner Abgeordnetenhauswahl rufe der CSD die Menschen dazu auf, „Haltung zu zeigen – im Alltag, auf der Straße und an der Wahlurne“. Die Kampagne sei eine Erwiderung auf zunehmende Anfeindungen gegen queere Menschen, gesellschaftliche Polarisierung und den Druck auf die Demokratie und ihre Werte.

Auftakt mit Drag March und großem Bühnenprogramm

Erstmals bildet ein sogenannter Drag March am Freitag, dem 24. Juli, den Auftakt des CSD-Wochenendes. Er führt zum Brandenburger Tor, wo ein Programm geplant ist. Sogenannte Dragqueens sind meist Männer, die im Rahmen von künstlerischen Performances Weiblichkeit darstellen oder parodieren, bei Dragkings ist es umgekehrt. Am Samstag wird um 11.30 Uhr die CSD-Parade und -Demonstration auf Truck 1 in der Leipziger Straße offiziell eröffnet. Die Route führt über Leipziger Straße, Potsdamer Platz, Nollendorfplatz und Lützowplatz zur Siegessäule. Die Abschlusskundgebung findet am Brandenburger Tor mit einem großen Bühnenprogramm und einer Party statt.

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Prominente Teilnahme: Regierender Bürgermeister Kai Wegner dabei

Unter den Teilnehmern sind viele Parteien und Politiker, darunter Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU), der erstmals mit einem eigenen Truck mitfährt. Auf dem doppelstöckigen Truck mit dem Motto „Regenbogenhauptstadt Berlin“ sollen Vertreter verschiedener Initiativen, Institutionen und des Regenbogen-Netzwerks der Berliner Verwaltung mitfahren. Bereits an diesem Wochenende startet das „32. Lesbisch-schwule Straßenfest“ in Schöneberg mit Tausenden Besuchern.

Hintergrund: CSD erinnert an Stonewall-Aufstand

Der Christopher Street Day ist eine der größten Veranstaltungen der lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans-, intergeschlechtlichen und queeren Community in Europa. Er erinnert an den Aufstand vor allem von Schwulen gegen Polizeigewalt in der Christopher Street in New York City (USA) im Jahr 1969.

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