Drohneneinsatz bei Polizei in Sachsen-Anhalt: 144 Piloten im Dienst
Drohnen bei Polizei: 144 Piloten in Sachsen-Anhalt

Die Polizei in Sachsen-Anhalt nutzt Drohnen mittlerweile routinemäßig für verschiedene Einsätze. Ob bei der Suche nach vermissten Personen im Wald, der Begutachtung von Verkehrsunfällen aus der Vogelperspektive oder der Unterstützung von Durchsuchungen aus der Luft – die unbemannten Fluggeräte sind aus dem polizeilichen Alltag nicht mehr wegzudenken. Laut einer aktuellen Mitteilung der Polizei verfügt die Landespolizei derzeit über 144 ausgebildete Drohnenpiloten.

Verteilung der Drohnen in den Polizeiinspektionen

In den Polizeiinspektionen Magdeburg, Halle, Stendal und Dessau-Roßlau sowie der Polizeiinspektion Zentrale Dienste und dem Landeskriminalamt werden insgesamt eine zweistellige Anzahl an Drohnen eingesetzt. Die Flotte umfasst kleinere Modelle, die beispielsweise bei Brandermittlungen oder für polizeiliche Übungen zum Einsatz kommen. Größere Drohnen, die häufig mit hochwertigen Kameras und Wärmebildfunktion ausgestattet sind, werden unter anderem für Personensuchen genutzt. Einige dieser Geräte verfügen zudem über Lautsprecher, über die Einsatzkräfte beispielsweise einen gestürzten Wanderer informieren können, dass Hilfe unterwegs ist.

Herausforderungen bei der Beschaffung

Die Beschaffung neuer Drohnen gestaltet sich jedoch oft schwierig und kann mehrere Monate in Anspruch nehmen. Als Grund nennt die Polizei unter anderem lange Lieferfristen der Auftragnehmer. Der innenpolitische Sprecher der Grünen-Fraktion im Landtag, Sebastian Striegel, kritisierte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur die Beschaffungsprozesse. Angesichts der schnellen Innovationszyklen in der Drohnentechnologie müsse die Beschaffung schneller und unbürokratischer erfolgen. „Dafür braucht es vor allem Personal in der Polizeiverwaltung. Der pauschale Einstellungsstopp des Finanzministers ist hier eine Katastrophe“, so Striegel.

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Teamstruktur im Einsatz

Ein Polizei-Drohnenteam besteht im Einsatz in der Regel aus zwei Personen: einem Piloten und einem Beobachter, der die Kameratechnik bedient. Diese Aufteilung der Aufgaben bewährt sich insbesondere bei der Begleitung von größeren Menschenansammlungen, wie zum Beispiel bei Fußballspielen. Striegel betonte zudem den Bedarf an mehr Personal für den Drohneneinsatz und die Drohnenabwehr. Er forderte, die Rekrutierungsprozesse zu überprüfen. Statt ausschließlich Polizeivollzugsbedienstete einzusetzen, sollten verstärkt auch externe Experten gewonnen werden. „So kann der spezialisierte Personalbedarf besser gedeckt werden“, erklärte der Innenexperte.

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