In Steglitz-Zehlendorf sorgt die Entscheidung, zwei 7. Klassen ab dem kommenden Schuljahr an einem Oberstufenzentrum zu unterrichten, für Unmut bei Eltern und Politik. Ein Bundestagsabgeordneter hat sich nun in die Debatte eingeschaltet und spricht von einem „Planungsfehler“, der nun von den Schülern ausgebadet werden müsse.
Hintergrund der Entscheidung
Das Oberstufenzentrum, das normalerweise für die gymnasiale Oberstufe vorgesehen ist, soll ab dem nächsten Schuljahr auch zwei 7. Klassen aufnehmen. Grund dafür sind laut Bezirksamt fehlende Kapazitäten an den regulären weiterführenden Schulen im Bezirk. Die Eltern der betroffenen Schüler zeigen sich besorgt über die ungewöhnliche Maßnahme.
Kritik des Bundestagsabgeordneten
Der Bundestagsabgeordnete Thomas Heilmann (CDU) äußerte sich kritisch zu dem Vorgehen. „Es ist ein Unding, dass Planungsfehler im Bezirk nun von Schülern ausgebadet werden müssen, die eigentlich einen Anspruch auf eine ihrem Alter entsprechende Lernumgebung haben“, so Heilmann. Er forderte das Bezirksamt auf, schnellstmöglich eine alternative Lösung zu finden.
Reaktionen der Eltern
Die Elternvertreter der betroffenen Klassen haben eine Petition gestartet, die bereits über 500 Unterschriften gesammelt hat. „Unsere Kinder sind 12 oder 13 Jahre alt und werden plötzlich mit 17- bis 19-Jährigen in einem Gebäude unterrichtet. Das ist pädagogisch nicht vertretbar“, sagte eine Sprecherin der Elterninitiative. Sie fordern eine Rücknahme der Entscheidung und eine transparente Kommunikation seitens des Bezirksamts.
Stellungnahme des Bezirksamts
Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf verteidigte die Maßnahme als „notwendige Übergangslösung“. Ein Sprecher betonte, dass die räumlichen und personellen Ressourcen an den regulären Schulen nicht ausreichten. Man arbeite daran, die Situation für die betroffenen Schüler so angenehm wie möglich zu gestalten, etwa durch getrennte Pausenzeiten und eigene Klassenräume.
Ausblick
Die Diskussion um die Unterbringung der 7. Klassen am Oberstufenzentrum wird den Bezirk voraussichtlich noch länger beschäftigen. Der Bundestagsabgeordnete kündigte an, das Thema im Bildungsausschuss des Bundestages zur Sprache zu bringen. Die Eltern hoffen derweil auf eine schnelle Lösung, bevor das neue Schuljahr beginnt.



