Der Kampfmittelräumdienst hat am Donnerstag in Cottbus mehrere alte Sprengkörper erfolgreich gesprengt. Die Panzerfäuste und Handgranaten waren zuvor in den Madlower Schluchten entdeckt worden. Eine Sprecherin der Stadtverwaltung bestätigte: „Die Panzerfäuste und Handgranaten seien gesprengt worden.“ Damit endeten auch die Sicherungsmaßnahmen, die seit dem Fund in Kraft waren.
Fundort und Sicherheitsmaßnahmen
Die Munition wurde vor mehreren Tagen in einem Waldstück nahe des Südfriedhofs gefunden. Daraufhin sperrte die Stadt mehrere Wege rund um den Fundort sowie den Südfriedhof selbst ab. Die Sperrungen bestanden bis zur erfolgreichen Sprengung. Die Stadtverwaltung empfahl Anwohnern, Fenster und Türen geschlossen zu halten, eine Maßnahme, die bei solchen Einsätzen üblich ist.
Hintergrund zu Munitionsfunden
Munitionsfunde sind in Brandenburg keine Seltenheit. Immer wieder stoßen Bauarbeiter oder Spaziergänger auf Überreste aus dem Zweiten Weltkrieg. In Cottbus wurden in den vergangenen Jahren mehrfach Granaten und Minen entdeckt. Der Kampfmittelräumdienst des Landes Brandenburg ist speziell für die Beseitigung solcher Altlasten zuständig. Nach Angaben des Innenministeriums werden jährlich mehrere Tonnen Kampfmittel geborgen und entschärft oder gesprengt.
Reaktionen und Entwarnung
Die Sprengung verlief ohne Zwischenfälle. Anwohner berichteten von einem lauten Knall, der jedoch keine Schäden verursachte. „Es besteht keine Gefahr mehr. Die Maßnahmen sind abgeschlossen“, erklärte die Stadtsprecherin. Die gesperrten Wege und der Friedhof sind wieder freigegeben. Die Polizei bedankte sich bei der Bevölkerung für das Verständnis. Wer weitere verdächtige Gegenstände findet, sollte diese nicht berühren und umgehend die Behörden informieren.



