Das legendäre Hotel Müggelseeperle am Müggelsee befindet sich seit vier Jahren im Umbruch. Yvonne Wende, Gründerin der Berlin Cosmopolitan School, hat das traditionsreiche Ausflugsziel übernommen und treibt dessen grundlegende Neugestaltung voran. Die Veränderungen sind weitreichend und betreffen sowohl das Hotel als auch das angeschlossene Restaurant.
Neue Konzepte für Hotel und Gastronomie
Die Müggelseeperle, einst ein beliebtes Ziel für Ausflügler und Touristen, wird unter der Regie von Yvonne Wende Schritt für Schritt modernisiert. Die Berlin Cosmopolitan School, eine private Bildungseinrichtung, nutzt Teile des Areals als Campus. Gleichzeitig bleibt das Hotel für Gäste geöffnet, und das Restaurant lockt mit einer neuen kulinarischen Ausrichtung. „Wir wollen die Perle wieder zum Strahlen bringen“, erklärte Wende gegenüber der Berliner Morgenpost.
Die Doppelnutzung als Hotel und Schulstandort ist einzigartig in Berlin. Während die Schüler tagsüber die Räume für den Unterricht nutzen, stehen die Zimmer und der Gastronomiebereich abends und an Wochenenden für Besucher offen. Dieses Konzept ermöglicht eine effiziente Nutzung der Immobilie und schafft Synergien zwischen Bildung und Tourismus.
Investitionen in die Infrastruktur
In den vergangenen Jahren wurden erhebliche Mittel in die Renovierung und Erweiterung der Gebäude gesteckt. Die Zimmer wurden neu gestaltet, der Restaurantbereich erhielt eine moderne Einrichtung, und die Außenanlagen wurden aufgewertet. Auch der direkte Zugang zum Müggelsee wurde verbessert, sodass Gäste nun bequem das Wasser erreichen können. Die Investitionen belaufen sich nach Angaben von Wende auf mehrere Millionen Euro.
Die Berlin Cosmopolitan School, die bereits mehrere Standorte in der Hauptstadt betreibt, sieht in der Müggelseeperle eine ideale Erweiterung ihres Bildungsangebots. Der Standort am See biete Schülern eine besondere Lernumgebung, so Wende. Gleichzeitig profitiere das Hotel von der internationalen Ausrichtung der Schule, die regelmäßig Gäste aus dem Ausland anziehe.
Reaktionen aus der Nachbarschaft
Die Veränderungen stoßen in der Umgebung auf gemischte Reaktionen. Einige Anwohner begrüßen die Modernisierung und die damit verbundene Belebung des Ausflugsorts. Andere äußern Bedenken hinsichtlich des zunehmenden Verkehrs und der Kommerzialisierung. Die Bezirksverwaltung Treptow-Köpenick steht dem Projekt jedoch positiv gegenüber. „Die Müggelseeperle ist ein wichtiger Ankerpunkt für den Tourismus in der Region“, sagte ein Sprecher des Bezirksamts. Die Entwicklung werde daher unterstützt.
Yvonne Wende betont, dass die Müggelseeperle auch in Zukunft ein Ort für alle Berliner bleiben solle. „Wir möchten, dass die Menschen hierherkommen, um die Natur zu genießen, gut zu essen und zu übernachten – und gleichzeitig Teil einer lebendigen Bildungsgemeinschaft zu sein.“ Die ersten Rückmeldungen von Gästen seien durchweg positiv, so Wende.
Ausblick und weitere Pläne
Für die kommenden Jahre sind weitere Ausbauschritte geplant. So soll ein neuer Veranstaltungsbereich entstehen, der für Hochzeiten, Konferenzen und kulturelle Events genutzt werden kann. Auch ein Café mit Seeterrasse ist in Planung. Die Berlin Cosmopolitan School wird zudem ihr Kursangebot am Standort erweitern, unter anderem um Sprachkurse und Sommercamps.
Die Müggelseeperle hat sich damit von einem klassischen Hotel zu einem multifunktionalen Ort entwickelt, der Bildung, Gastronomie und Tourismus vereint. Ob dieses Konzept langfristig trägt, wird sich in den nächsten Jahren zeigen. Yvonne Wende ist zuversichtlich: „Wir haben eine klare Vision und die Energie, sie umzusetzen.“



