Die Khadija Moschee in Berlin-Heinersdorf hat als Reaktion auf den mutmaßlich islamistisch motivierten Anschlag am Rande des Christopher Street Days eine Reihe von Dialogveranstaltungen angekündigt. Unter dem Motto „Muslime für Frieden – Gemeinsam gegen Extremismus“ wollen Mitglieder der Moschee-Gemeinde mit großformatigen Plakaten auf die Menschen zugehen und offene Gespräche anbieten.
Dialogveranstaltungen in Berlin-Pankow und Buch
Die Termine finden jeweils von 10.00 bis 13.00 Uhr statt: Am 1. August in der Hermann-Hesse-Straße beim Rewe in Berlin-Pankow, am 8. August auf dem Garbátyplatz am S-Bahnhof Pankow und am 15. August am S-Bahnhof Berlin Buch. „Berlinerinnen und Berliner können Fragen stellen, Sorgen ansprechen und mit Muslimen ins Gespräch kommen“, teilte die Moschee-Gemeinde mit.
Freitagsgebet mit Schwerpunkt Islamismus
Bereits am 31. Juli laden die Moscheemitglieder von 12.30 Uhr bis 14.00 Uhr zu einem gemeinsamen Freitagsgebet ein. Das Schwerpunktthema der Predigt sei „Islamismus und die Verantwortung muslimischer Gemeinschaften im Umgang mit Extremismus“, hieß es. Die Veranstaltungen sollen dazu beitragen, Ängste in der Bevölkerung ernst zu nehmen und klarzustellen, dass Extremismus keinen Platz in der muslimischen Gemeinschaft habe.
Ahmadiyya-Gemeinschaft: Selbst Opfer von Extremismus
Die Khadija Moschee wird vom Islamverband Ahmadiyya Muslim Jamaat betrieben. Diese Gemeinschaft verweist auf ihre eigene Geschichte als von Islamisten verfolgte muslimische Bewegung. „Viele ihrer Mitglieder sind selbst vor religiösem Extremismus nach Deutschland geflohen“, teilte die Gemeinde mit. Die Ahmadiyya-Gemeinschaft betont stets ihren Einsatz für Frieden und Dialog und grenzt sich klar von gewaltbereiten islamistischen Gruppierungen ab. Der Anschlag am Rande des Christopher Street Days sorgte in Berlin für Entsetzen und hatte eine breite Debatte über Islamismus und Sicherheit ausgelöst.



