Streit um Mietzahlungen: Bezirksamt fordert 100.000 Euro von Werkschule Löwenherz
Der Träger der Werkschule Löwenherz in Neukölln und das Bezirksamt streiten über ausstehende Mietzahlungen. Das Amt fordert eine Nachzahlung von rund 100.000 Euro. Die Schulleitung zeigt sich schockiert und spricht von einer existenzbedrohenden Situation.
Hintergrund des Mietstreits
Die Werkschule Löwenherz ist eine staatlich anerkannte Ersatzschule im Süden Neuköllns. Sie wird von der Heilhaus-Stiftung getragen. Seit Jahren nutzt die Schule Räumlichkeiten des Bezirks. Nun verlangt das Bezirksamt eine Anpassung der Miete rückwirkend für mehrere Jahre. Die Nachzahlung beläuft sich auf knapp 100.000 Euro.
Reaktionen aus der Schule
„Diese Forderung bringt Unsicherheiten in unsere Planung“, sagt ein Sprecher der Werkschule Löwenherz. Man sei bemüht, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Die Schule befürchtet, dass die Nachzahlung zu Einsparungen im pädagogischen Bereich führen könnte. Der Träger hat rechtliche Schritte nicht ausgeschlossen.
Position des Bezirksamts
Das Bezirksamt Neukölln argumentiert, die Miete sei zu niedrig angesetzt gewesen. Man sei zu einer Anpassung gezwungen, um wirtschaftliche Verluste zu vermeiden. Ein Sprecher des Bezirks sagte: „Wir verstehen die Situation der Schule, müssen aber auch die Interessen des Steuerzahlers wahren.“
Auswirkungen auf die Schulgemeinschaft
Eltern und Lehrer der Werkschule Löwenherz zeigen sich besorgt. Sie fürchten um die Zukunft der Schule, die für ihr reformpädagogisches Konzept bekannt ist. Eine Petition gegen die Mietnachzahlung wurde gestartet. Bislang haben über 500 Personen unterschrieben.
Mögliche Lösung in Sicht?
Beide Seiten haben Gespräche über eine Ratenzahlung oder einen teilweisen Verzicht aufgenommen. „Wir hoffen auf eine faire Lösung, die die Existenz der Schule nicht gefährdet“, so der Schulsprecher. Eine Entscheidung wird in den kommenden Wochen erwartet.



