Nordrhein-Westfalen setzt sein Engagement für einkommensschwache Familien fort: Der Härtefallfonds "Alle Kinder essen mit" wird um zwei weitere Jahre verlängert. Das gab das Düsseldorfer Sozialministerium bekannt. Eltern, die staatliche Unterstützung für Mittagessen in Kita und Schule oder für Klassenfahrten benötigen, können auch in den Schuljahren 2026/27 und 2027/28 Anträge stellen.
Voraussetzungen für die Förderung
Der Fonds richtet sich an Familien, die trotz finanzieller Notlage keine Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) erhalten, sich aber in einer ähnlich schwierigen Situation befinden. Die Unterstützung ist als Härtefallregelung konzipiert, um Lücken im bestehenden System zu schließen. NRW-Sozialminister Karl-Josef Laumann (CDU) betonte: "Steigende Preise für Energie und Lebensmittel sind besonders für Familien herausfordernd und belasten vor allem diejenigen, deren Einkommen schon vorher kaum für das Nötigste gereicht hat."
Höhe der Zuschüsse und Eigenanteil
Für Mittagessen werden bis zu 1.080 Euro pro Kind und Schuljahr gewährt. Für mehrtägige Klassenfahrten sind bis zu 150 Euro pro Kind und Schuljahr möglich. Ein Eigenanteil der Eltern ist nicht erforderlich. Die Anträge sollten möglichst direkt zu Schuljahresbeginn bei der zuständigen Gemeinde gestellt werden.
Hintergrund und Finanzierung
Das Programm existiert bereits seit 2011. Für die Verlängerung stellt das Land Nordrhein-Westfalen jährlich eine Million Euro bereit. Laumann erklärte: "Kein Kind soll außen vor bleiben, nur weil das Geld zuhause knapp ist, deshalb verlängern wir den Härtefallfonds um weitere zwei Jahre."
Weitere Informationen
Detaillierte Informationen, Antragsformulare sowie häufig gestellte Fragen (FAQ) sind auf der Homepage des NRW-Sozialministeriums unter der Adresse https://www.mags.nrw/alle-kinder-essen-mit abrufbar. Eltern werden gebeten, ihre Anträge frühzeitig einzureichen, um eine reibungslose Bearbeitung zu gewährleisten.



