Ost-Länder verstärken Zusammenarbeit bei Feuerwehr-Beschaffung
Thüringen, Sachsen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern wollen bei der Anschaffung von Feuerwehrfahrzeugen und -technik künftig enger zusammenarbeiten. Eine entsprechende Verwaltungsvereinbarung unterzeichneten die Innenminister der vier ostdeutschen Bundesländer am Morgen im Rahmen der Innenministerkonferenz in Hamburg.
Die Vereinbarung regelt die gemeinsame Beschaffung von Fahrzeugen, einsatztechnischen Geräten sowie von „Leistungen für den Bevölkerungsschutz“, wie das Thüringer Innenministerium in Erfurt mitteilte. Sachsen wird mit dieser Vereinbarung neuer Partner im Kooperationsverbund. Die übrigen drei Länder hatten bereits zuvor zusammengearbeitet.
Neben Fahrzeugen und Technik können nun auch Bau- und Planungsleistungen gemeinsam ausgeschrieben und abgewickelt werden. Ziel ist es, effizienter zu werden, Kompetenzen zu bündeln und Kosten zu sparen. Dies sei etwa durch größere Beschaffungsmengen bei gemeinsamen Ausschreibungen möglich. „Davon profitieren am Ende die Feuerwehren, die Einheiten des Katastrophenschutzes und die Menschen, die auf schnelle Hilfe angewiesen sind“, sagte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD).
Die Kooperation soll die Schlagkraft der Feuerwehren in den beteiligten Ländern erhöhen und gleichzeitig finanzielle Entlastung bringen. Durch die Bündelung der Nachfrage können bessere Konditionen bei Herstellern erzielt werden. Auch die Standardisierung der Technik erleichtert die Wartung und den Austausch von Geräten zwischen den Ländern.
Die Innenminister der vier Länder sehen in der Vereinbarung einen wichtigen Schritt zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes in Ostdeutschland. Weitere Länder könnten dem Bündnis in Zukunft beitreten.



