Norwegen: Ein Musterland mit Schattenseiten
Norwegen gilt international als Vorreiter in Sachen Gleichberechtigung und Feminismus. Doch die Realität sieht anders aus: Jede fünfte Frau wird vergewaltigt, jede zehnte erlebt körperliche Gewalt. Der Fall Marius Borg Høiby, Stiefsohn des künftigen Königs, wirft ein Schlaglicht auf die Schattenseiten des skandinavischen Landes.
Der Fall Høiby
Marius Borg Høiby soll sich wiederholt mit zweifelhaften Gestalten umgeben haben – Gang-Mitgliedern, Bikern der Hells Angels und sogar der Mafia. Die norwegische Polizei musste ihm erklären, dass er sich mit „berüchtigten Kriminellen“ abgebe, wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet. Dieser Fall zeigt, dass selbst in einer vermeintlichen Vorzeigegesellschaft Gewalt und Kriminalität tief verwurzelt sind.
Versagen im Kampf gegen Männergewalt
Obwohl Norwegen eine Pionierrolle in der Täterarbeit einnimmt, gelingt es dem Land nicht, die hohe Rate an Gewalt gegen Frauen zu senken. Jede fünfte Frau wird Opfer einer Vergewaltigung, jede zehnte wird verprügelt. Experten kritisieren, dass die Maßnahmen nicht ausreichen und die Täter oft ungestraft bleiben. Die feministische Bewegung in Norwegen fordert daher mehr Engagement und wirksame Präventionsprogramme.



