Am 177. Todestag von Max Dortu am Freitag ehrt Potsdam den Revolutionär mit einem öffentlichen Gedenken. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) würdigte Dortus Einsatz für die Demokratie vorab: „Max Dortu kämpfte für eine republikanische Ordnung und wurde mit 23 Jahren dafür hingerichtet.“
Leben und Vermächtnis eines Freiheitskämpfers
Dortus Leben und Wirken zeigten, wie blutig die Rechte erkämpft wurden, die heute selbstverständlich erscheinen, so Aubel. Sie verwies auf die Presse- und Meinungsfreiheit. Sein Beispiel erinnere daran, „dass es mutige Menschen und entschlossenes Handeln braucht, um demokratische und freiheitliche Werte zu erstreiten“. Aubel rief dazu auf, die Demokratie zu verteidigen und auszubauen: „Wir müssen heute weniger mutig sein als er, aber genauso entschlossen.“
Gedenkfeier und Lesung in der Dortustraße
Das öffentliche Gedenken beginnt um 17 Uhr an Dortus Geburtshaus, der heutigen Dortuschule in der Dortustraße 28. Anschließend findet eine Lesung im Rokokosaal des Gebäudes statt. Ute Grimm (Die Andere), der Autor Bernt Armbruster und der Sprecher Christian Leonhardt tragen zeitgenössische Texte vor, die einen lebendigen Eindruck der Revolution von 1848 vermitteln sollen. Der Eintritt ist frei.
Max Dortu zählt zu den bekanntesten Freiheitskämpfern der Revolution von 1848/49. Am 31. Juli 1849 wurde er im Alter von 23 Jahren in Wiehre bei Freiburg standrechtlich erschossen. In diesem Jahr wäre er 200 Jahre alt geworden.



