Die vorläufige Rettung des Kreativhauses Rechenzentrum in Potsdam durch einen Beschluss der Stadtverordneten hat für Erleichterung gesorgt. Oberbürgermeisterin Noosha Aubel (parteilos) reagierte am späten Mittwochabend nach der entscheidenden Abstimmung mit deutlichen Worten. Der gefundene Kompromiss habe „spürbare Zugeständnisse“ auf allen Seiten gefordert, wird sie in einer Mitteilung des Rathauses zitiert. „Umso beglückender, dass es gelungen ist, nach Jahren unterschiedlicher Positionen zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen.“ Der Beschluss verschafft dem Kreativhaus sieben Jahre Planungssicherheit.
Details des Kompromisses
Der Stadtrat einigte sich auf einen Kompromiss, der den Betrieb des Rechenzentrums für die kommenden Jahre sichert. Genauere Angaben zu den Zugeständnissen der einzelnen Parteien wurden zunächst nicht veröffentlicht. Die Freude bei den Betreibern und Nutzern des Kreativhauses ist groß, da die Zukunft des Projekts lange ungewiss war.
Kritik und Widerstand der CDU
Die CDU-Fraktion zeigte sich jedoch unzufrieden mit dem Beschluss. Sie erwägt, den Beschluss anzufechten. Gegner des Kompromisses warnen weiterhin vor Risiken und Nebenwirkungen, die mit der Entscheidung verbunden sein könnten. Die genauen Einwände der CDU wurden nicht im Detail ausgeführt, aber die Partei signalisierte, rechtliche Schritte zu prüfen.
Die Stadtverordnetenversammlung hatte sich nach langer Debatte für den Kompromiss ausgesprochen. Oberbürgermeisterin Aubel betonte die Bedeutung des Rechenzentrums als kulturellen und kreativen Ort für Potsdam. Der Beschluss sei ein wichtiges Signal für die Stadtgesellschaft. Wie es nun weitergeht, bleibt abzuwarten, insbesondere im Hinblick auf die mögliche Anfechtung durch die CDU.



