Der Strand von Tuerredda auf Sardinien lockt mit feinem weißen Sand und kristallklarem türkisblauen Wasser. Doch wer dort baden möchte, benötigt nicht nur Badetuch und Sonnencreme, sondern zwingend eine Reservierung per App. Ohne digitales Ticket bleibt der Zugang zu einem der beliebtesten Strände der Insel verschlossen.
Überfüllte Strände und Naturschutz als Gründe
Überfüllte Strände beeinträchtigen nicht nur das Badeerlebnis vieler Urlauber, sondern schädigen auch die Natur. Die Gemeinde von Tuerredda hat daher einen digitalen Weg gewählt, um den Andrang zu begrenzen. Bereits im Vorjahr war eine mobile App nötig, um einen Platz zu sichern, wie die sardische Regionalzeitung „L'Unione Sarda“ berichtete. Das System wird auch in dieser Saison fortgeführt.
Wer kein Onlineticket hat, darf den Strand nicht betreten. Bei Zuspätkommen verfällt die Reservierung. Die Stadtverwaltung hat die tägliche Besucherzahl auf etwa 1100 begrenzt. Der Eintrittspreis liegt zwischen einem und zwei Euro pro Person.
Weitere Strände mit Reservierungspflicht
Tuerredda ist kein Einzelfall. Am Strand La Pelosa ist während der Saison ebenfalls eine Voranmeldung Pflicht. Der Eintritt kostet dort 3,50 Euro, und maximal 1500 Gäste pro Tag werden eingelassen, wie die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ bereits 2020 berichtete. Die Buchung erfolgt über die Strand-Website; nach der Reservierung erhalten Besucher einen QR-Code und ein Armband als Nachweis.
Auch in San Teodoro im Norden Sardiniens wird die App-Reservierung seit einiger Zeit genutzt. Seit 2023 gilt das System an den Stränden Cala dei Gabbiani, Cala Biriala, Cala Goloritzé (200–300 Besucher täglich) und Cala Mariolu (700 Besucher). Dort muss die Reservierung spätestens 72 Stunden vor dem geplanten Besuch erfolgen.



