Schweiz lehnt Begrenzung der Einwohnerzahl auf zehn Millionen ab
Schweiz lehnt Einwohner-Begrenzung auf zehn Millionen ab

Die Schweizer Stimmbürger haben eine strikte Begrenzung der Einwohnerzahl abgelehnt. Mit 54,8 Prozent der Stimmen sprachen sie sich am Sonntag gegen den Vorschlag der rechtskonservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP) aus, die Bevölkerung bei zehn Millionen Menschen zu deckeln.

Abstimmungsergebnis und Reaktionen

Das Ergebnis der Volksabstimmung fiel deutlich aus: 54,8 Prozent der Teilnehmenden votierten gegen die Initiative, während 45,2 Prozent dafür stimmten. Die Wahlbeteiligung lag bei rund 60 Prozent. Die SVP hatte die Begrenzung gefordert, um eine Überbevölkerung und deren Folgen für Umwelt, Infrastruktur und Lebensqualität zu verhindern. Gegner argumentierten, dass eine solche Obergrenze wirtschaftliche und soziale Nachteile mit sich bringen würde.

Hintergrund der Initiative

Die Schweiz hat derzeit rund 8,7 Millionen Einwohner. Die SVP warnte vor einem unkontrollierten Wachstum, das zu höheren Mieten, mehr Verkehr und einer Belastung der natürlichen Ressourcen führen könnte. Kritiker warfen der Partei hingegen vor, mit der Initiative Ängste zu schüren und eine menschenrechtswidrige Politik zu verfolgen.

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Die Bundesregierung und die meisten anderen Parteien hatten die Ablehnung empfohlen. Sie verwiesen auf die wirtschaftlichen Vorteile der Zuwanderung und die Notwendigkeit, internationalen Verpflichtungen nachzukommen.

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