Söders Tochter: Termine nur über Assistenten – „Papa-Kind“
Söders Tochter: Termine nur über Assistenten

Gloria-Sophie Burkandt, die 27-jährige Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), muss für Verabredungen mit ihrem Vater dessen Assistenten kontaktieren. Das berichtet sie in der neuen Doku-Serie „Born Famous“, die auf ProSieben und Joyn läuft. „Mit dem stimme ich mich ab, wo jetzt Papa genau ist“, erklärt Burkandt in der ersten Folge. Die Serie zeigt sie unter anderem auf dem Münchner Oktoberfest, wo sie auf Söder wartet. „Sein Assistent, er wird mir schreiben, wenn er auf dem Weg ist.“

„Papa-Kind“ trotz Zeitmangel

Trotz der organisatorischen Hürden beschreibt Burkandt ihr Verhältnis zu Söder als „sehr gut“. „Mein Vater und ich sind sehr eng“, sagt sie. Sie bezeichne sich selbst als „Papa-Kind“. Allerdings habe sie nie viel Zeit mit ihrem politisch stark eingespannten Vater verbringen können. „Es gibt auch öfters Momente, wo ich mir denke, ich möchte mit meinem Vater mehr Zeit verbringen“, gesteht sie. Diese Situation sei sie gewohnt, fügt sie hinzu, betont aber: „Ich bin nicht der Mittelpunkt.“

Söder: „Bei Gloria ist alles möglich“

In einem Doppelinterview mit Burkandt und Söder äußert sich der 59-jährige Ministerpräsident: „Bei der Gloria ist alles möglich.“ Viel Positives sei dabei, manchmal stelle er sich aber auch auf einen „Sanitätereinsatz“ ein. Er weist darauf hin, dass viele Handlungen seiner Tochter auf ihn projiziert würden, sie aber eigenständige Persönlichkeiten seien. Zudem wisse er oft nicht, in welcher Stadt sich seine Tochter, deren Wahlheimat New York ist, gerade aufhalte.

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Wunsch nach mehr gemeinsamer Zeit

Burkandt, deren Mutter und Söder sich trennten, als sie noch klein war, bedauert, „dass er immer unter Druck steht und immer gestresst ist“. Sie müsse warten, „dass er mal eine freie Minute hat und runterfährt“. Dies zeigt sich auch beim Wiesn-Anstich, bei dem Söder als Ministerpräsident die erste Maß Bier vom Münchner Oberbürgermeister erhält. Burkandt ist dabei, bleibt aber im Hintergrund: „Ich hab‘ zugeschaut und gelächelt, aber mein Vater hat mich nicht gesehen.“

Aus dem Schatten treten

Öffentliche Auftritte an der Seite ihres Vaters seien zwar wichtig für ihre Karriere, dennoch möchte Burkandt aus dessen Schatten treten. „Ich bin mehr als nur die Tochter des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder“, sagt sie in der ersten Episode. Sie betont, dass ihr niemand geholfen habe: „Durch meinen Vater kam wirklich gar nichts.“ Die 27-Jährige arbeitet als Model, hat Schauspielunterricht genommen, ein Buch und eine Doktorarbeit geschrieben. „Ich möchte zu 100 Prozent aus dem Schatten von meinem Vater raustreten und möchte total als eigener Mensch wahrgenommen werden“, erklärt sie. Ihr Ziel sei es, „etwas auf der Welt zu bewegen“.

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