Berliner Sportstättenportal: Nur vier Bezirke nutzen es vollständig
Sportstättenportal in Berlin: Nur vier Bezirke voll dabei

Zwei Jahre nach seiner Einführung ist das Berliner Sportstättenportal in mehr als der Hälfte aller Bezirke noch immer nicht vollständig nutzbar. Das zeigt eine Abfrage des rbb bei allen Bezirken und der Senatsverwaltung für Inneres und Sport.

Nur vier Bezirke nutzen das Portal vollumfänglich

Derzeit verwenden lediglich Reinickendorf, Spandau, Treptow-Köpenick und Steglitz-Zehlendorf das Portal vollständig. Tempelhof-Schöneberg soll bis Ende des Jahres folgen. In allen anderen Bezirken ist weder einsehbar, wann Sportstätten belegt sind, noch können Vereine Zeiten darüber beantragen.

Digitale Sporthallen-Vergabe verzögert sich in mehreren Bezirken

Als Grund nennen die betroffenen Bezirke unter anderem, dass das neue IT-Verfahren noch nicht vollständig ausgerollt sei. Marzahn-Hellersdorf kritisiert, im Portal seien „wesentliche Funktionen, die eine nutzerfreundliche, vollständige, funktionale und rechtssichere Vergabe von Nutzungszeiten sicherstellen, noch nicht verfügbar“.

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Charlottenburg-Wilmersdorf setzt derweil weiter auf ein Excel-gestütztes Programm, das „mit dem Bezirkssportbund und den Vereinen abgestimmt ist und sehr gut funktioniert“. Lichtenberg und Neukölln konnten nicht sagen, wann sie das Portal vollständig einsetzen werden. Friedrichshain-Kreuzberg peilt die digitale Vergabe erst zur Saison 2027/28 an.

Zwei Jahre nach dem Start des Portals: Senat ohne genauen Zeitplan

Die Senatsverwaltung für Sport bestätigte, dass die Einführung noch laufe, nannte aber keinen Zeitplan. Ein Sprecher verwies darauf, dass neben den fünf angeschlossenen Bezirken auch die Vergabe für Sportstätten im Olympiapark, im Jahn-Sportpark, im Sportforum und am Velodrom bereits digital möglich sei. Das Portal war 2024 gestartet worden, um den Flickenteppich bei der Hallenvergabe zu beenden. Viele Vereine hatten zuvor geklagt, in einigen Stadtteilen kaum noch freie Trainingszeiten zu finden.

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