Die eigene Mietwohnung bleibt die beliebteste Wohnform für Studierende in Sachsen. Das geht aus einer aktuellen Befragung des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) hervor, für die rund 87.200 Studierende in grundständigen Studiengängen zu ihrer Wohnsituation und Mobilität befragt wurden. Die Erhebung erstreckte sich über die Wintersemester 2023/24 bis 2025/26.
Mietwohnung und WG dominieren
Im Freistaat leben 31,2 Prozent der Studierenden in einer privaten Mietwohnung – ein leichter Rückgang gegenüber 2023, als der Anteil noch bei 33,3 Prozent lag. Mit 25,5 Prozent folgen Wohngemeinschaften (WG) auf dem zweiten Platz. Besonders häufig kommen Studierende in Sachsen in Wohnheimen unter: 22,6 Prozent nutzen diese Wohnform. Damit liegt Sachsen im Ländervergleich auf Platz zwei hinter Brandenburg (25,1 Prozent) und deutlich über dem bundesweiten Durchschnitt von 15,2 Prozent.
„Hotel Mama“ unbeliebt
Nur gut jeder sechste sächsische Studierende wohnt noch bei den Eltern (17,6 Prozent). Damit ist das sogenannte „Hotel Mama“ in Sachsen deutlich unbeliebter als im bundesweiten Schnitt, der bei 27,9 Prozent liegt. Die CHE-Studie zeigt zudem, dass die Wohnsituation stark vom Hochschulstandort abhängt. Im Saarland etwa leben 42,8 Prozent der Studierenden während des Studiums weiter bei den Eltern – der Spitzenwert unter den Bundesländern. Die meisten WG-Bewohner gibt es in Thüringen mit 33,2 Prozent, während Mecklenburg-Vorpommern mit 46,7 Prozent den höchsten Anteil an Studierenden in Mietwohnungen verzeichnet.
Mobilität: Nahverkehr und Fußwege bevorzugt
Bei der Anreise zur Hochschule setzen die sächsischen Studierenden vor allem auf öffentliche Verkehrsmittel: Mehr als die Hälfte (54,9 Prozent) nutzt regelmäßig den Nahverkehr. Auch zu Fuß kommen viele (42,1 Prozent). Das Fahrrad wird von knapp jedem Dritten regelmäßig genutzt, Auto oder Motorrad von knapp jedem Vierten. Die Ergebnisse des CHE Hochschulrankings basieren auf Befragungen in den Wintersemestern 2023/24, 2024/25 und 2025/26 und geben einen detaillierten Einblick in die Wohn- und Mobilitätsrealität der Studierenden in Sachsen und bundesweit.



