Orkanböen, heftiger Starkregen und Hagelkörner von bis zu fünf Zentimetern Durchmesser haben am Mittwoch in Teilen Baden-Württembergs schwere Schäden angerichtet. Eine sogenannte Superzelle zog von Echterdingen bei Stuttgart bis nach Ulm und hinterließ eine Spur der Verwüstung. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnte für den Regierungsbezirk Freiburg vor großer Gefahr durch Blitzschlag, umstürzende Bäume und Überflutungen.
Baum kracht auf fahrendes Auto in Ulm
Die Feuerwehr in Ulm berichtete von zahlreichen Einsätzen. Im Norden der Stadt stürzte ein Baum auf ein fahrendes Auto. Die Insassen konnten sich nicht mehr selbst befreien und setzten einen Notruf ab. Verletzt wurde niemand, wie die Feuerwehr mitteilte. Ein weiterer Baum fiel auf eine Stromleitung, sodass es zu Stromausfällen kam. Auch Dachziegel und Äste fielen herab.
Carport in Neckartailfingen eingestürzt
In der Gemeinde Neckartailfingen im Landkreis Esslingen brach ein Carport unter der Wucht des Unwetters zusammen und stürzte auf vier darunter geparkte Fahrzeuge. Die Polizei bestätigte den Vorfall und bezifferte den Sachschaden auf 60.000 bis 70.000 Euro. „Der Carport hielt dem Wind nicht stand“, sagte ein Polizeisprecher.
Superzelle mit Hagel bis fünf Zentimeter
Der DWD sprach von einer klassischen Superzelle, die sich am Nachmittag von Echterdingen bei Stuttgart bis nach Ulm schob. „Die Superzelle hatte starke Windböen und bis zu fünf Zentimeter große Hagelsteine im Gepäck“, erklärte ein DWD-Sprecher. Menschen hätten von abgebrochenen Ästen und Schäden an Häusern berichtet. Auch an der Ostalb gab es Gewitter, die jedoch weniger heftig ausfielen.
Weitere Unwetter am Freitag erwartet
Der DWD warnte am Abend in einer Mitteilung vor allem für den Regierungsbezirk Freiburg vor großer Gefahr: „Es besteht Lebensgefahr durch Blitzschlag, umstürzende Bäume, Hochspannungsleitungen und Gerüste“, hieß es. Zudem drohten rasche Überflutungen von Straßen, Unterführungen und Kellern sowie mögliche Erdrutsche. Für Freitag sagen die Meteorologen weitere schwere Gewitter voraus. Die Menschen in Baden-Württemberg sollten die Warnungen ernst nehmen und Schutz suchen.



