Die AfD sorgt seit Monaten mit Ankündigungen für Aufsehen, die Schulpflicht abschaffen und Heimunterricht erlauben zu wollen. Thüringen kündigt nun formellen Widerstand an und setzt auf Unterstützung aus anderen Bundesländern.
Thüringen ergreift Initiative
Am Freitag bringt Thüringen einen Antrag in den Bundesrat ein, der die Schulpflicht verteidigen soll. Das Bundesland will erreichen, dass die Länder gemeinsam gegen die Pläne der AfD vorgehen. Der Antrag sieht vor, dass die Schulpflicht nicht aufgeweicht werden darf.
Hintergrund der Debatte
Die AfD hatte in mehreren Bundesländern Gesetzesentwürfe angekündigt, die Heimunterricht legalisieren und die Schulpflicht faktisch abschaffen würden. Kritiker befürchten negative Folgen für die Bildung und Integration von Kindern. Thüringen will nun verhindern, dass solche Vorstöße Erfolg haben.
Der thüringische Bildungsminister betonte: „Die Schulpflicht ist ein hohes Gut. Wir dürfen sie nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“ Man hoffe auf breite Zustimmung im Bundesrat, um ein starkes Signal zu senden.
Unterstützung aus anderen Ländern
Mehrere Bundesländer haben bereits Interesse an einer Zusammenarbeit signalisiert. Thüringen rechnet damit, dass der Antrag eine Mehrheit finden wird. Die Diskussion zeigt die tiefe Spaltung in der Bildungspolitik zwischen Befürwortern der Schulpflicht und denen, die mehr Freiheit für Eltern fordern.
Die AfD hingegen wirft Thüringen vor, Eltern die Wahlfreiheit zu nehmen. Die Partei argumentiert, dass Heimunterricht in vielen Ländern erfolgreich sei. Doch Experten warnen vor mangelnder Kontrolle und sozialer Isolation.
Der Bundesrat wird voraussichtlich in den kommenden Wochen über den Antrag abstimmen. Thüringen hofft auf eine breite Koalition der Vernunft.



