TU Berlin: Weitere Gebäudeschließungen möglich, sagt Senatorin
TU Berlin: Weitere Schließungen möglich

TU Berlin: Weitere Gebäudeschließungen möglich

Das Ausmaß der von Mängeln betroffenen Gebäude an der Technischen Universität Berlin könnte größer sein als bislang angenommen. Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) schließt nicht aus, dass weitere Häuser der Universität geschlossen werden müssen, falls die Sicherheit nicht gewährleistet werden kann.

Bereits jetzt sind das Hauptgebäude der TU Berlin sowie das Gebäude des Instituts für Bergbau und Hüttenwesen geschlossen. Am Montagvormittag äußerte sich Czyborra im Wissenschaftsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses zu den aktuellen Entwicklungen. Auf Fragen mehrerer Abgeordneter antwortete sie: „Es ist nicht auszuschließen, dass es zu weiteren Schließungen kommt.“

Derzeit begutachten externe Sachverständige im Auftrag der TU sämtliche Gebäude der Universität. Parallel dazu prüft die Bauaufsicht des Bezirks Charlottenburg-Wilmersdorf den Brandschutz in der gesamten Hochschule. „Wenn die Gutachter zu dem Ergebnis kommen, dass Mängel vorliegen, dann müssen wir im Zweifel zum Schutz der Menschen schließen“, betonte die Senatorin. Sie räumte ein, dass diese Prüfungen in den vergangenen Jahren versäumt wurden: „Der große Rückstau ist das Problem.“

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Probleme mit der Sprühnebel-Löschanlage

Bezüglich des am Wochenende geschlossenen Gebäudes für Bergbau und Hüttenwesen konnte Czyborra keine Entwarnung geben. Dort bestehe ein „grundsätzliches Problem“ mit der Sprühnebel-Löschanlage, das bislang nicht behoben werden konnte.

Optimistischer zeigte sie sich hinsichtlich der gemeinsamen Universitätsbibliothek der TU und der Universität der Künste. Diese war in der vergangenen Woche aufgrund eines Defekts an der Notstromanlage vorübergehend gesperrt worden, konnte aber inzwischen wieder geöffnet werden. Zwar seien weitere Mängel entdeckt worden, diese seien jedoch „nicht ungewöhnlich“, so Czyborra. „Es sind keine Mängel, die eine Schließung in absehbarer Zeit wieder notwendig machen.“

Sanierungsstau an der TU Berlin

Die TU Berlin kämpft seit Jahren mit der Sanierung maroder Gebäude. Die Krise hat sich zugespitzt, seit das Hauptgebäude Anfang Mai geschlossen werden musste. Bei einer Begehung durch Bauaufsicht und Feuerwehr waren zuvor „erhebliche bauliche Mängel“ festgestellt worden. Rund 350 Lehrveranstaltungen sind davon betroffen. Bislang ist nicht absehbar, wann das Hauptgebäude wieder für Studierende, Wissenschaftler und Verwaltungsmitarbeitende zugänglich sein wird. Bis zum Ende des Sommersemesters bleibt es jedenfalls geschlossen.

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