Die Unzufriedenheit mit der Berliner Landesregierung wächst. Eine aktuelle Civey-Umfrage im Auftrag des „Tagesspiegels“ zeigt, dass 61 Prozent der Befragten „sehr unzufrieden“ mit der schwarz-roten Koalition aus CDU und SPD sind. Weitere 23 Prozent sind „eher unzufrieden“. Nur 14 Prozent äußern sich zufrieden – davon 3 Prozent „sehr zufrieden“ und 11 Prozent „eher zufrieden“.
Kai Wegner persönlich in der Kritik
Besonders schlecht schneidet Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ab. Nach dem „Tennis-Gate“ und der „Causa Hundt“ sind 54 Prozent der Befragten „sehr unzufrieden“ mit seiner Arbeit, 22 Prozent „eher unzufrieden“. Nur 7 Prozent sind „eher zufrieden“ und lediglich 4 Prozent „sehr zufrieden“. Damit ist die Zustimmung zu Wegner auf einem Tiefpunkt.
Sonntagsfrage: CDU bleibt stärkste Kraft
Trotz der schlechten Werte für die Koalition bleibt die CDU laut Umfrage mit 22 Prozent stärkste Kraft in Berlin – ein Minus von 6,2 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Abgeordnetenhauswahl. Die AfD legt um 8,9 Prozentpunkte auf 18 Prozent zu und liegt auf Platz zwei. Die Grünen folgen mit 17 Prozent (−1,4 Prozent), die Linke mit 15 Prozent (+2,8 Prozent). Die SPD fällt auf 14 Prozent (−4,4 Prozent). FDP (4 Prozent) und BSW (3 Prozent) würden den Einzug ins Abgeordnetenhaus verpassen.
Die Wahl am 20. September rückt näher, und die Spannungen innerhalb der Koalition nehmen zu. Die Umfrage zeigt eine tiefe Unzufriedenheit in der Bevölkerung, die die Regierungsparteien vor große Herausforderungen stellt.



