Das Tegeler Hafenfest in Berlin-Reinickendorf ist gerettet – zumindest für dieses Jahr. Nachdem die Organisation des beliebten Stadtfestes zunächst fraglich schien, sprangen der Vater Henry Arzig und sein Sohn Kristian Arzig kurzerhand ein. Sie übernahmen die Planung und Durchführung des 15. Tegeler Hafenfests, das von Freitag bis Sonntag am Tegeler Hafen stattfindet. Mit rund 30.000 Besuchern rechnet Henry Arzig, einer der beiden Veranstalter.
Kurze Rettung in letzter Minute
Das Fest, das normalerweise von einem Verein organisiert wird, stand kurz vor der Absage. „Wir haben erst vor wenigen Wochen erfahren, dass der bisherige Veranstalter ausfällt“, erklärte Henry Arzig. Daraufhin entschlossen sich Vater und Sohn, die Organisation zu übernehmen. Das rege Treiben auf der Straße Alt-Tegel zeigt, dass die Entscheidung richtig war: Tausende strömen zum Hafen, um das bunte Programm mit Musik, kulinarischen Angeboten und Fahrgeschäften zu genießen.
Ungewisse Zukunft ab 2027
Trotz des Erfolgs in diesem Jahr ist die langfristige Zukunft des Hafenfests ungewiss. „Ob das Fest 2027 wieder stattfinden kann, ist völlig offen“, sagte Kristian Arzig. Die Organisation sei aufwendig und erfordere viele ehrenamtliche Helfer. Es fehle an einer dauerhaften Struktur, die das Fest jedes Jahr garantieren könnte. Die Arzigs hoffen, dass sich langfristig ein neuer Träger findet, der die Tradition fortsetzt.
Ein Fest mit Tradition
Das Tegeler Hafenfest hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Bestandteil des Berliner Veranstaltungskalenders entwickelt. Es lockt nicht nur Anwohner, sondern auch Besucher aus anderen Bezirken an. Die Mischung aus maritimem Flair, Live-Musik und regionalen Spezialitäten macht den Reiz aus. „Es wäre schade, wenn dieses Fest nach 15 Jahren enden würde“, sagte ein Besucher. Die Arzigs zeigen sich optimistisch, dass sich eine Lösung findet – doch der Druck bleibt hoch.



