Tödliches Wochenende in den Alpen
Das sommerliche Wetter lockte viele Bergsteiger in die Alpen, doch für zehn von ihnen endete das Wochenende tödlich. In den italienischen und französischen Alpen sowie in der Schweiz und Bayern kam es zu einer Serie von Unfällen.
Am Freitag verloren drei italienische Bergsteiger aus der Provinz Trentino am Gran Paradiso (4061 Meter) in den italienischen Alpen ihr Leben. Sie stürzten in der Nordwand in einer Höhe von etwa 3600 Metern zu Tode. Die Bergwacht entdeckte ihre Leichen nach einem Notruf.
Am Samstag starben im Mont-Blanc-Massiv drei weitere Bergsteiger. Zwei von ihnen verunglückten auf der französischen Seite am Kuffner-Grat des Mont Maudit (4465 Meter). Der dritte wurde auf der italienischen Seite im Bereich des Brenva-Gletschers geborgen. Die Unfallursachen waren zunächst unklar.
Ebenfalls am Samstag kam ein französischer Bergsteiger am Matterhorn (4478 Meter) in der Schweiz ums Leben. Er verunglückte am Pic Tyndall (4239 Meter) auf der Normalroute. Die Schweizer Luftrettung Air Zermatt barg seinen Leichnam.
Im Karwendelgebirge bei Mittenwald (Bayern) stürzte ein 22-jähriger Kletterer aus München etwa 130 Meter in die Tiefe und starb. Er war mit einem gleichaltrigen Begleiter unterwegs und hatte den Schöttelturm (ca. 2000 Meter) bestiegen.
Am Sonntagmittag kamen dann eine 25-jährige Frau und ein 26-jähriger Mann am Monte Pasubio an der Grenze zwischen den italienischen Provinzen Vicenza und Trient ums Leben. Sie stürzten im Bereich Sojo d'Uderle an einer Felswand rund 100 Meter in die Tiefe. Ein dritter Bergsteiger, der mit ihnen unterwegs war, wurde von einem Rettungshubschrauber gerettet. Die Rettungskräfte wurden von einer anderen Seilschaft alarmiert, die den Absturz beobachtet hatte.
Insgesamt starben damit an diesem Wochenende zehn Bergsteiger in den Alpen. Die genauen Unfallursachen werden noch ermittelt.



