Zeiteninsel öffnet dauerhaft: 9.000 Jahre Geschichte erleben
Zeiteninsel startet Dauerbetrieb: 9.000 Jahre Geschichte

Das archäologische Freilichtmuseum Zeiteninsel in Weimar-Argenstein (Landkreis Marburg-Biedenkopf) hat nach jahrzehntelanger Planung und Vorbereitung seinen Dauerbetrieb aufgenommen. An diesem Samstag und Sonntag, 18. und 19. Juli, feiert die Einrichtung mit einem Eröffnungswochenende von jeweils 10.00 bis 18.00 Uhr den offiziellen Start.

Fünf Epochen zum Anfassen

Auf einer Fläche von rund 3,5 Hektar können Besucher an fünf Zeitstationen in den Alltag vergangener Epochen eintauchen. Dazu gehören ein Lagerplatz der Mittelsteinzeit, ein jungsteinzeitliches Langhaus, eine bronzezeitliche Hofsiedlung, ein eisenzeitlicher Weiler und ein germanisches Gehöft der frühen Römerzeit. Insgesamt deckt die Zeiteninsel 9.000 Jahre Kultur- und Regionalgeschichte an der Lahn ab.

Neben begehbaren Hausmodellen und Siedlungsausschnitten werden historische Handwerkstechniken vorgeführt: vom Schmieden und Brettchenweben über das Kochen bis hin zur steinzeitlichen Fischerei. Besucher können sich auch in der Schmuckherstellung oder beim Töpfern versuchen und bronzezeitliche Instrumente kennenlernen.

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Vom Basisbetrieb zum Dauerbetrieb

Bereits in den vergangenen Jahren fanden museumspädagogische Veranstaltungen für Kindergruppen und Erwachsene statt. Andreas Thiedmann, Vorstandsmitglied der Genossenschaft und wissenschaftlicher Projektleiter, sagte: „Einige dieser Techniken waren schon bisher Bausteine unserer Angebote. Jetzt freuen wir uns, dass es richtig losgeht – das ist ein wichtiger Meilenstein.“

Die Baukosten wurden zuletzt auf rund 7 Millionen Euro veranschlagt. Finanziert wurde das Projekt maßgeblich vom Land Hessen, dem Landkreis Marburg-Biedenkopf und der Gemeinde Weimar. Getragen wird das Freilichtmuseum von einem Zusammenschluss aus haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern sowie kommunalen Partnern.

Lebendige Geschichte für alle

Die Zeiteninsel versteht sich als Ort der „Geschichte zum Anfassen“. Sie soll nicht nur Schulklassen, sondern auch erwachsenen Besuchern einen lebendigen Einblick in die Vergangenheit bieten. Mit dem Dauerbetrieb ist die Einrichtung nun ganzjährig geöffnet und erwartet Gäste aus der gesamten Region.

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