Seit zehn Jahren engagiert sich Angelika Wehlte im Stadtteilladen im Kirchsteigfeld für Geflüchtete. Die 73-jährige Ehrenamtlerin leitet dort ein Sprachcafé, in dem sie Deutschkenntnisse vermittelt. „Sprache allein reiche nicht aus, um einander zu verstehen“, sagt sie.
Das Sprachcafé als Ort der Begegnung
An diesem Vormittag sitzen neun Frauen um den Tisch. Wehlte fragt sie, was sie mit ihrem ersten Gehalt gemacht haben. Die Frage dient nicht der Neugier, sondern der Sprachpraxis. Die Frauen sind meist als Flüchtlinge nach Potsdam gekommen.
Das Sprachcafé bietet mehr als nur Grammatik und Vokabeln. Es ist ein Ort des Austauschs und der gegenseitigen Hilfe. Wehlte betont, dass kulturelles Verständnis ebenso wichtig ist wie die Sprache selbst.
Zehn Jahre ehrenamtliches Engagement
Seit einem Jahrzehnt investiert Wehlte ihre Zeit und Energie in dieses Projekt. Sie hat unzähligen Menschen geholfen, sich in Deutschland zurechtzufinden. Ihr Engagement zeigt, wie Integration gelingen kann: durch persönliche Begegnungen und Geduld.
Die Arbeit im Stadtteilladen ist für Wehlte eine Herzensangelegenheit. Sie sieht, wie die Teilnehmer Fortschritte machen und selbstbewusster werden. „Es ist schön zu sehen, wie sie aufblühen“, sagt sie.
Herausforderungen und Erfolge
Die Sprachbarriere ist nur eine der Hürden. Viele Geflüchtete haben traumatische Erlebnisse hinter sich. Wehlte schafft eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der sie sich öffnen können. Die Gruppe ist zu einer kleinen Gemeinschaft geworden.
Das Sprachcafé lebt von der Unterstützung der Stadt und Spenden. Wehlte hofft, dass das Angebot noch lange bestehen bleibt. Denn der Bedarf ist groß: Immer wieder kommen neue Menschen nach Potsdam, die Deutsch lernen wollen.



