In der Nacht auf Dienstag haben Unbekannte eine Unterkunft für geflüchtete Menschen in Berlin-Hellersdorf attackiert. Nach Angaben der Berliner Polizei wurde ein brennender Gegenstand gegen die Hausfassade geworfen. Der Sicherheitsdienst der Einrichtung in der Albert-Kuntz-Straße konnte den Brand mit eigenen Mitteln löschen. Verletzt wurde niemand.
Bewohner entdeckte Flammen und alarmierte Sicherheitsdienst
Gegen 23:15 Uhr bemerkte ein Bewohner der Gemeinschaftsunterkunft Flammen an der Außenwand und verständigte umgehend den Sicherheitsdienst, wie die Polizei mitteilte. Das Feuer griff nicht auf die Gebäudesubstanz oder andere Gegenstände über. Die genaue Schadenshöhe steht noch nicht fest.
Ermittlungen durch den Polizeilichen Staatsschutz
Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes hat die weiteren Ermittlungen übernommen. Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar. Die Behörden prüfen nun mögliche politische Motive. In den vergangenen Monaten hatte es in Berlin wiederholt Angriffe auf Unterkünfte für Geflüchtete gegeben. Im Januar 2024 wurde bereits eine ähnliche Attacke in Spandau verzeichnet.
Die Polizei bittet Zeugen, die verdächtige Beobachtungen im Bereich der Albert-Kuntz-Straße gemacht haben, sich beim Landeskriminalamt zu melden. Hinweise können auch online über die Internetwache der Berliner Polizei gegeben werden. Ein Zusammenhang mit anderen Straftaten in der Nachbarschaft wird geprüft.



