Argentinien verhängt WM-Stadionverbot für säumige Väter
Buenos Aires. Tausenden argentinischen Vätern wird bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 in den USA der Zutritt zu den Stadien verweigert – weil sie in der Heimat ihre Unterhaltspflichten vernachlässigen. Die argentinische Regierung hat eine ungewöhnliche Aktion gestartet, die international für viel Beifall sorgt.
Das Ministerium für nationale Sicherheit hat den US-Behörden eine Liste mit den Namen von rund 13.000 Vätern übermittelt, die seit mindestens zwei Monaten keinen Unterhalt für ihre Kinder gezahlt haben. Diese Männer dürfen nun nicht in die WM-Stadien einreisen, um die Spiele zu verfolgen. „Wer sich nicht um die Bedürfnisse seiner Kinder kümmert, darf das Spiel nicht sehen“, zitierte die italienische Zeitung „Corriere della Sera“ die argentinische Ministerin für Nationale Sicherheit, Alejandra Monteoliva.
Jorge Macri, Bürgermeister von Buenos Aires, stellte gegenüber der argentinischen Zeitung „La Nacion“ klar: „Wer dieser grundlegenden Verpflichtung wie der Versorgung seiner Kinder nicht nachkommt, muss die Konsequenzen tragen.“ Die Maßnahme ist Teil des Programms „Safe Stands“ („sichere Tribünen“), das bereits bei nationalen Sportveranstaltungen in Argentinien angewendet wird.
30.000 Personen von Stadionverbot betroffen
Die 13.000 säumigen Väter sind jedoch nur ein Teil der Gesamtmaßnahme. Insgesamt hat Argentinien Informationen über rund 30.000 Personen an die US-Behörden übermittelt, die wegen verschiedener Vergehen keinen Zutritt zu Sportveranstaltungen erhalten. Dazu zählen auch Angeklagte, Personen in laufenden Verfahren sowie solche, die wegen Delikten im Zusammenhang mit Sportveranstaltungen bekannt sind. „Diese Maßnahme dient der Verbesserung der Einsatzplanung und der Prävention von Gewalttaten während des internationalen Turniers“, hieß es in einer Mitteilung des Ministeriums.
Positive Resonanz in sozialen Medien
Die Nachricht stößt in den sozialen Medien auf überwiegend positive Resonanz. Die Influencerin Alex Fugman kommentierte in einem viel beachteten Instagram-Beitrag: „Das ist ziemlich krass und großartig.“ Zahlreiche Nutzer befürworteten die Maßnahme mit Kommentaren wie „Oh, ich liebe das“ und „Wow, viel Respekt für Argentinien“. Die Aktion zeigt, dass Argentinien konsequent gegen die Vernachlässigung von Unterhaltspflichten vorgeht – selbst bei einem Großereignis wie der Fußball-Weltmeisterschaft.



