„Bares für Rares“ am 12. Juni: Antiker Samurai-Schatz ist Tausende Euro wert
Antik, kunstvoll, kostbar: Diese Samurai-Messergriffe sind ein kleines Vermögen wert. In der heutigen Ausgabe von „Bares für Rares“ gibt es wieder jede Menge denkwürdiger Fundstücke mit spannenden Herkunftsgeschichten. BILD stellt Ihnen im Folgenden das Highlight der heutigen Folge vor und zeigt außerdem, welche weiteren Raritäten am Freitag, dem 12. Juni 2026, zum Verkauf gestellt wurden.
Das ist das Highlight der heutigen Folge
Dieser Samurai-Schatz sorgt heute bei „Bares für Rares“ sowohl bei Horst Lichter als auch bei den Händlern für ehrfürchtiges Staunen: Angelika und Ulrich aus Hagen reisen mit einer Sammlung antiker japanischer Kozuka-Griffe ins Pulheimer Walzwerk. Die beiden kauften das Konvolut einst auf einem Antikmarkt, weil sie die ornamentreiche Gestaltung faszinierte.
Da nicht jeder mit der Kultur der Samurai des feudalen Japans vertraut ist, erklärt Experte Detlev Kümmel, was vor ihm auf dem Tisch liegt: Kozuka sind verzierte Griffe kleiner Beimesser, die von japanischen Samurai-Kriegern als eine Art Taschenmesser an der Schwertscheide getragen wurden. Sie dienten in erster Linie nicht dem Kampf, sondern handwerklichen Arbeiten und sind kunstvoll mit Motiven aus Natur und Landleben verziert. Die Ornamente zeigen unter anderem Langusten, Zikaden oder Gänse. Gefertigt wurden sie aus sogenanntem Shakudō, einer japanischen, überwiegend kupferbasierten Legierung mit geringem Goldanteil. Die Stücke stammen vermutlich aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, etwa aus der Zeit zwischen 1830 und 1868.
600 Euro hätten Angelika und Ulrich gerne für ihren japanischen Antikschatz. Doch der Experte macht klar, dass diese Vorstellung deutlich zu niedrig angesetzt ist: Da es sich um gut erhaltene, antike Handwerkskunst mit großem Sammlerwert handelt, liegt seine Schätzung weit über dem Wunschpreis: 2.500 bis 3.000 Euro stellt er in Aussicht und damit mehr als das Vierfache der bescheidenen Wunschsumme. Wie außergewöhnlich und begehrenswert er die Sammlung findet, bringt er spätestens am Ende der Expertise zum Ausdruck: „Ich will Händler sein, Horst. Kann ich mich nicht rüberschleichen?“ Sollte sich für die Sammlung also kein Käufer finden lassen, stünde Detlev Kümmel als Abnehmer sofort bereit.
Doch der Experte geht leer aus, zu groß ist auch das Interesse der Händler: Schnurstracks entwickelt sich eine Bieterschlacht, aus der Daniel Meyer mit einem Gebot von 3.000 Euro siegreich hervorgeht. Die Eheleute nehmen das Angebot gerne an. Kein Wunder: Sie hatten für das Konvolut einst weniger als 100 D-Mark gezahlt. Eine „schöne Rendite“ also, wie Käufer Daniel treffend feststellt.
Alle weiteren Raritäten vom 12. Juni 2026
Hier eine Übersicht der weiteren Raritäten aus der heutigen Sendung und die Einschätzung des Expertenteams von „Bares für Rares“:
- Landschaftsgemälde „An der Seille“ von Fritz Zimmer: Zwei Schwestern bringen ein gut erhaltenes Ölgemälde mit unklarer Familienherkunft an den Expertentisch von Dr. Bianca Berding. Sie ordnet die gemalte Flusslandschaft dem Kölner Spätimpressionisten Fritz Zimmer zu und datiert sie etwa auf 1910 bis 1930. Expertenschätzung: 500 bis 700 Euro.
- Designer-Teekannen „Rara Avis“ von Alessio Sarri: Die beiden skurrilen Teekannen aus Porzellan gehören zur Serie „Rara Avis“ und stellen frei interpretierte Vögel dar. Die Expertin erkennt die Entwürfe von Matteo Thun und die Bemalung von Alessio Sarri. Wegen starker Schäden wird jedoch nur das besser erhaltene Stück mit 400 bis 600 Euro bewertet.
- Nicnon-Spezialkamera: Ronny bringt eine Spezialkamera mit zu „Bares für Rares“, die er für wenige Euro auf dem Flohmarkt entdeckt hat. Experte Detlev Kümmel erklärt, dass es sich um eine Nicnon-Kamera aus den 1970er-Jahren handelt, die für Natur-, Wild- oder Vogelbeobachtung gedacht ist. Positiv fallen vor allem die tadellosen Linsen auf, allerdings fehlt etwas Zubehör. Die Schätzung des Experten beläuft sich auf 300 bis 500 Euro.
- Citrin-Schmuckstück: Mit seinem großen, warm bernsteinfarbenen Citrin-Stein ist dieses Schmuckstück ein echter Blickfang am Expertentisch. Dr. Heide Rezepa-Zabel schätzt den Stein auf rund 24 Karat und sieht in dem Stück eine solide Atelierarbeit mit attraktiver Komposition, wenn auch keine absolute Spitzenleistung der Juwelierskunst. Ihre Preisschätzung: 1.000 bis 1.200 Euro.
Ob und für wie viel Geld die weiteren Stücke über den Händlertresen gingen, erfahren Sie in der heutigen Folge von „Bares für Rares“ im ZDF.



