Der Zoll am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) hat einen 22-jährigen Reisenden mit 16 Kilogramm Ketamin im Gepäck gestoppt. Der Mann war bereits durch den Boardingschalter gegangen und wartete am Gate auf seinen Flug nach Zürich mit Endziel Hongkong, als die Beamten ihn Anfang Juni festnahmen. In seinem Koffer fanden die Zöllner acht vakuumierte Tüten mit einer weißen, kristallinen Substanz, die zwischen der Kleidung versteckt waren. Labortests bestätigten, dass es sich um Ketamin handelte.
Festnahme am Gate mit hohem Risiko
Die Zollbeamten brachten den 22-Jährigen noch am Gate zu Boden, um „etwaige Wehrversuche“ zu unterbinden. Aufgrund der hohen Strafandrohung und des Verdachts auf Verbindungen zur organisierten Kriminalität legten sie ihm Handfesseln an. „Fluchtgefahr war hier eindeutig gegeben“, erklärte ein Sprecher des Hauptzollamts Potsdam. Das Ketamin und das Mobiltelefon des Mannes wurden als Beweismittel sichergestellt.
Ketanin als Partydroge
Ketamin, auch Ketaminhydrochlorid genannt, wird in der Medizin als Schmerzmittel eingesetzt. Auf dem Schwarzmarkt ist es als Partydroge beliebt, weil es enthemmend und euphorisierend wirkt. In höheren Dosierungen kann es Halluzinationen auslösen. Der Straßenverkaufswert der beschlagnahmten Menge liegt nach Schätzungen des Zolls im sechsstelligen Bereich.
Ermittlungen zu Hintermännern
Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Ermittlungen gegen den jungen Mann eingeleitet. Es wird geprüft, ob er Teil eines größeren Drogennetzwerks ist. „Die Menge von 16 Kilogramm deutet auf professionelle Strukturen hin“, so der Zollsprecher. Der Verdächtige sitzt in Untersuchungshaft. Die Beamten werten nun sein Handy aus, um mögliche Kontakte zu organisatorischen Hintermännern zu identifizieren. Der Fall zeigt erneut, wie wichtig die Kontrollen am BER sind, um Drogenschmuggel zu unterbinden.



