Berliner Kinder leiden unter Eichenprozessionsspinner: Sportfest abgebrochen
Berlin: Sportfest wegen Eichenprozessionsspinner abgebrochen

Ein Sportfest in Berlin-Siemensstadt ist am Mittwochvormittag vorzeitig beendet worden, nachdem Kinder mit dem Eichenprozessionsspinner in Berührung gekommen waren. Wie der Tagesspiegel erfuhr, mussten die Bundesjugendspiele einer Grundschule abgebrochen werden, weil mehrere Kinder über starken Juckreiz und Quaddeln auf der Haut klagten. Ein Rettungswagen der Berliner Feuerwehr rückte an, um die betroffenen Kinder zu versorgen.

Hunderte Quaddeln auf der Haut

Die kleinen Härchen des Eichenprozessionsspinners lösen bei Kontakt heftige allergische Reaktionen aus. Betroffene berichten von „hunderten Quaddeln auf der Haut“, die kaum auszuhalten sind. Der Vorfall ereignete sich in der Jungfernheide, einem Gebiet, das in diesem Jahr besonders stark von der Plage betroffen ist. Bereits in den vergangenen Wochen gab es vermehrt Meldungen über Begegnungen mit dem Schädling.

Unglücklicher Zufall in Spandau

Nach Angaben von André Görke, der für den Tagesspiegel berichtete, handelte es sich um einen unglücklichen Zufall. Die Kinder waren beim Sportfest in Siemensstadt mit den Raupen in Kontakt gekommen, die sich in den Eichen in der Umgebung aufhalten. Die Bundesjugendspiele mussten daraufhin abgebrochen werden, um weitere Reaktionen zu vermeiden.

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Eichenprozessionsspinner: Eine wachsende Plage

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich in Berlin und Umgebung immer weiter aus. Die Raupen sind an ihrem charakteristischen Gespinst an Eichenstämmen und -ästen zu erkennen. Ihre Brennhaare enthalten ein Nesselgift, das bei Menschen und Tieren zu Hautausschlägen, Juckreiz und in schweren Fällen zu Atembeschwerden führen kann. Besonders in den Sommermonaten ist die Gefahr einer Begegnung hoch.

Die Berliner Behörden warnen seit Jahren vor den Raupen und empfehlen, befallene Gebiete zu meiden. Bei Kontakt sollten die betroffenen Stellen sofort mit Wasser und Seife gereinigt werden. Bei starken Reaktionen ist ein Arztbesuch ratsam. Der Vorfall in Siemensstadt zeigt, wie schnell die Plage den Alltag beeinträchtigen kann – und dass selbst organisierte Veranstaltungen nicht sicher sind.

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